Fünf Spieltage sind in der neuen Saison der 2. Handball-Bundesliga absolviert. Der TuSEM Essen durchlebt zu Beginn dieser Spielzeit eine schwierige Phase und wartet noch auf seinen ersten Saisonsieg. Auch am letzten Sonntag konnte die Mannschaft von Cheftrainer Kenji Hövels nichts Zählbäres einsammeln, gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke kassierte der TuSEM eine 28:32-Niederlage. Diese war zweifelsohne verdient, da die Gäste quasi permanent in Führung lagen. Was bei den Essenern allerdings stimmte, war Moral und Einsatz. Im Laufe der zweiten Halbzeit kämpfte sich der TuSEM mehrfach auf ein Tor heran, konnte die Partie allerdings nicht zu seinen Gunsten drehen.
Für die junge Mannschaft und das ebenfalls nicht gerade betagte Trainerteam ist die Situation gewiss eine Herausforderung, mit der erst einmal umgegangen werden muss. Helfen können da die beiden Vertragsverlängerungen von den Führungsspielern Max Neuhaus und Nils Homscheid, die der TuSEM unter der Woche vermelden konnte. Beide verlängern bis 2029 und freuen sich unisono, weiter „Am Hallo“ auflaufen zu können: „Ich freue mich sehr über meine Vertragsverlängerung. Die Entscheidung ist mir leichtgefallen, da ich mich hier in Essen sehr wohlfühle und mich auch die sportliche Perspektive des Vereins überzeugt hat. Ich glaube fest daran, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben, und werde alles dafür geben, diesen Weg weiterhin erfolgreich mitzugestalten“, so Neuhaus. „Ich freue mich sehr über meine Vertragsverlängerung und insbesondere über das Vertrauen, das mir von Vereinsführung und Trainerteam in den Gesprächen vermittelt wurde. Ich bin überzeugt, dass wir mit harter Arbeit unsere sportlichen Ziele erreichen werden und glücklich darüber, weiterhin das TUSEM Trikot tragen zu dürfen“, ergänzt Homscheid.
Auch Kenji Hövels freut sich sehr, dass er weiterhin mit den beiden Rückraumspielern planen kann: „Beide Jungs sind einfach extrem professionell und immer gut vorbereitet. Das sind zwei super Typen, die der Mannschaft einfach guttun. Dazu bringen sie inhaltlich das mit, was wir brauchen. Von daher bin ich sehr glücklich, dass wir die beiden von unserem Weg überzeugen konnten.“
Leipzig kommt mit doppelt Wut im Bauch – TuSEM kann befreit aufspielen
Mit diesem Rückenwind geht der TuSEM also in die kommenden Aufgaben, die gewiss nicht leichter werden. Am Freitagabend kommt es für die Essener zu einem sehr schnellen Wiedersehen mit dem SC DHfK Leipzig, den der TuSEM im August nach einem grandiosen Pokalfight beider Mannschaften aus dem Pokal warf. Seitdem haben sich die sportlichen Angelegenheiten recht gegensätzlich entwickelt. Leipzig gewann die ersten vier Spiele allesamt, darunter das Ostderby in Dresden sowie schwere Heimspiele gegen Minden und Lübeck. Am jüngsten Wochenende kassierte die Mannschaft von Cheftrainer Frank Carstens beim 26:27 gegen Dormagen allerdings die erste (überraschende) Niederlage. Somit werden die Grün-Weißen, die ja mit dem TuSEM ohnehin noch eine Rechnung offen haben, mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch nach Essen reisen. Kenji Hövels kann die Erfahrung und das Selbstvertrauen aus dem gewonnenen Pokalspiel selbstredend für sich und seine Mannschaft verbuchen und legt den Fokus auf die eigene Leistung: „Ich glaube schon, dass Leipzig darauf aus ist, das Pokalspiel als Ausrutscher aussehen zu lassen. Die haben eine ganz klare Mission mit dem Aufstieg. Für uns geht es einfach darum, wieder besseren Handball zu spielen. Dafür arbeiten wir an Lösungen. Wir sind klarer Außenseiter und müssen schauen, dass wir mit einem guten Gefühl aus diesem Spiel gehen können.“ Der TuSEM freut sich über jeden Fan, der am Freitag in die Halle kommt, um die Jungs lautstark zu unterstützen. Tickets gibt es unter tusemessen.de/tickets und an den Abendkassen. DYN überträgt ab 19:10 Uhr live und on demand.
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