TUSEM mit viel Spielfreude zum Heimsieg gegen Coburg

TUSEM mit viel Spielfreude zum Heimsieg gegen Coburg
Spielbericht 31.10.2026
Der TUSEM Essen hat in der 2. Handball-Bundesliga den dritten Sieg in Serie geholt. Gegen den HSC 2000 Coburg setzte sich die Mannschaft von Trainer Kenji Hövels mit 36:27 (16:12) durch und rückt damit in der Tabelle vorerst auf den 12. Platz vor.

Kurz vor der Länderspielpause wollte der TUSEM unbedingt an die erfolgreichen letzten Spiele anknüpfen und nochmal punkten. Dafür wurde nichts dem Zufall überlassen, unter anderem trugen die Essener die weißen Jubiläumstrikots, die bereits im vergangenen Heimspiel Glück und den ersten Saisonsieg brachten. Allerdings fehlten weiterhin Felix Göttler (krank) und Alex Schoss (Muskelverletzung).

Der TUSEM drückte von Beginn an aufs Tempo im eigenen Angriff und versuchte schnell eine stabile Abwehr aufzubauen. Zwar gingen die Gäste zunächst in Führung, aber schon in der Anfangsphase kippte die Partie zugunsten der Gastgeber. Sie zwangen den HSC ins Zeitspiel oder zu Fehlern, waren zudem selbst sehr zielstrebig und treffsicher. Viel ging über Max Neuhaus und Nils Homscheid, die immer wieder Lücken in der Coburger Abwehr ausmachten und mit Überzeugung zu Treffern kamen. Ihre Durchbrüche konnte der HSC nicht verhindern.

Zudem arbeitete sich auch Torhüter Finn Knaack in die Partie, hielt unter anderem einen Siebenmeter von Sven Wesseling. Jede gelungene Aktion wurde von den über 1800 Fans gefeiert und brachte Selbstvertrauen. Schnell erspielten sich die Essener ein kleines Polster (12:7, 21.) und zwangen ihre Gäste immer wieder ins Zeitspiel oder zu Fehlern. Den Franken war durchaus eine gewisse Unsicherheit anzumerken, auch den vergangenen Niederlagen geschuldet. Mit einem 16:12 ging es in die Halbzeitpause.

Dem TUSEM war nicht nur der Wille, sondern auch die Lust auf den Heimsieg anzumerken. In der zweiten Hälfte machten die Essener gut weiter, konnten immer wieder die Abschlüsse des Gegners blocken oder einen Fehler provozieren. Das gab für den eigenen Angriff Sicherheit.

Und genau da stieß Neuhaus weiter durch die Abwehr des HSC hindurch, aber auch das Zusammenspiel von Felix Mart und Valentin Willner (Foto) am Kreis funktionierte nahezu optimal. Viele Male fand Mart den Passweg zu seinem Kreisläufer, der vor dem Tor eiskalt blieb und die Führung nach oben schraubte. Für die Coburger waren Willner und Co. nicht zu packen. Gleiches galt auch für Tim Mast, der einige Male von Linksaußen erfolgreich war.

Coburg gab sich nicht auf und versuchte unter anderem durch die Treffer von Nejc Planinsek noch einmal heranzukommen, aber der TUSEM hatte immer die richtigen Antworten parat und ließ keine Spannung mehr aufkommen. Stattdessen zeigte er viel Spielfreude und sorgte in der Halle für gute Laune. Dazu zählen auch die Tore von Nachwuchstalent Danilo Zunic und Neuzugang Gabriel Kofler, bei dessen Heimpremiere im TUSEM-Trikot.

Letztendlich stand ein klarer 36:27-Sieg auf der Anzeigetafel, der zu keinem Zeitpunkt gefährdet war. Zunic stimmte nach dem Spiel die „Humba“ mit den Fans an und setzte damit den Schlusspunkt eines gelungenen Abends, bevor nun die Länderspielpause ansteht. Drei Siege in Serie gab es für den TUSEM zuletzt vor rund drei Jahren.

„Die Stimmung war cool und es hat alles geklappt bei uns. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Wir machen im Moment wenige technische Fehler und die Abwehr ist stabiler und ruhiger geworden als vor ein paar Wochen. Seit dem ersten Saisonsieg haben wir in der Mannschaft eine super Stimmung und die bringt uns zu solchen Ergebnissen. Wir dürfen jetzt aber auch nichts überstürzen und wissen, dass die Saison noch lang ist. Wir dürfen uns auf keinen Fall ausruhen, aber gehen jetzt mit einem guten Gefühl in die Pause“, sagte Kreisläufer Valentin Willner nach dem Heimsieg.

Trainer Kenji Hövels war ebenfalls gut gelaunt: „Wir haben in der ersten Halbzeit wieder überragend in der Abwehr gespielt und hatten vorne eine tolle Effektivität. Wenn beides zusammenkommt, macht man ein gutes Handballspiel und das haben wir gemacht. Wir waren relativ konstant über die gesamte Spielzeit und man sieht, dass die Jungs Spaß haben. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, weil wir es geschafft haben aus einer Scheiß-Situation eine richtig gute zu machen. Aber es ist in dieser Liga so schnelllebig und wir müssen weitermachen. Jetzt sind die Köpfe frei und wir haben eine Art Flow.“

Das nächste Spiel lässt nun aber etwas auf sich warten, denn erst am 14. November geht es in der Liga weiter. Dann steht das Auswärtsspiel gegen die Eulen Ludwigshafen an. Anwurf in der Friedrich-Ebert-Halle ist um 18 Uhr.

TUSEM Essen – HSC 2000 Coburg 36:27 (16:12). TUSEM: Knaack, Diedrich; Mart (4/1), Willner (4), Zunic (1), Faljic, Homscheid (7), Eißing (1), Schley (1), Wolf, Kofler (1), Neuhaus (7), Kostuj, Hejny (4), Mast (6), Werschkull. Coburg: Boukovinas, Apfel; Düsterhöft, Bis (1), Savvas (2), Planinsek (5), Kontrec, Lisac (3), Krone, Wesseling (4), Knauer (3), Valkovskis, Röller (3), Schindler, Lilienfelds (2), Schmidt (4/3). Schiedsrichter: Hellbusch/Jansen (Trebur). Siebenmeter: 1/2 – 4/5. Strafminuten: 4 – 4. Zuschauer: 1897. Foto: Dennis Ewert.

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