Leipzig, Nordhorn-Lingen, Minden, Dresden: Das Auftaktprogramm des TuSEM Essen in die neue Spielzeit hatte es sportlich betrachtet absolut in sich. Gegen die drei erstgenannten Teams zeigten die Essener gute Leistungen, auch wenn insgesamt nur ein Spiel gewonnen werden konnte. Umso selbstbewusster ging der TuSEM in das letzte Heimspiel gegen Dresden. Doch von all jenem gewonnenen Selbstverständnis war am vergangenen Freitagabend geradezu nichts zu spüren: Der TuSEM erwischte einen rabenschwarzen Tag, lag bereits zur Pause mit neun Toren zurück und verlor am Ende mit 26:42. Bereits der Beginn ins Spiel sollte wegweisend sein: Dresden führte mit 7:0, ehe dem TuSEM der erste Treffer des Abends gelang. Zwar konnte die Hövels-Sieben die Partie in der Folge recht ausgeglichen gestalten, die Hypothek aus der Anfangsphase war allerdings zu hoch. Mehr noch: Die Gäste aus Sachsen bestraften jeden noch so kleinen Fehler brutal und ließen zu überhaupt keinem Zeitpunkt Zweifel am überdeutlichen Auswärtssieg aufkommen. TuSEM-Cheftrainer Kenji Hövels hatte also im Nachgang der Partie mehr als genug Material auszuwerten und musste gemeinsam mit seiner Mannschaft diese Pleite erst einmal verdauen: „Das Ergebnis war krass, weil es eben auch so deutlich war. Da sind wir schon genauer in die Analyse gegangen, wie uns das so passieren konnte. Mir war dann aber auch wichtig, den Blick nach vorne zu richten. Wir müssen nämlich auch sehen, was wir in den letzten Spielen auf die Platte gebracht haben. Das habe ich der Mannschaft auch noch einmal verdeutlicht. Die Jungs wissen das aber auch selbst, dass wir jetzt wieder das Gesicht der letzten Wochen zeigen müssen.“
NRW-Derby wird zum ganz frühen Kellerduell – TuSEM wartet seit 2018 auf einen Sieg in Dormagen
Am Freitag bietet sich den Essenern die nächste Möglichkeit, den ersten Saisonsieg einzufahren. Am Freitagabend ist der TuSEM beim TSV Bayer Dormagen zu Gast. Die Mannschaft von Trainer Julian Bauer wartet ebenfalls noch auf den ersten Sieg und hat alle drei Spiele bislang verloren. Nach einer 31:38-Auftaktniederlage gegen Dresden unterlag Dormagen zudem in Lübeck (31:42) und jüngst in Lübbecke (25:29). Personell stellen die Dormagener - ähnlich wie der TuSEM – eine brutal junge Mannschaft, lediglich Rechtsaußen Peter Strosack ist vor dem Jahr 2000 geboren. Die Bilanz listet 51 Spiele zwischen beiden Mannschaften auf, wovon der TuSEM 28 und Dormagen 20 gewinnen konnte. Der letzte Auswärtssieg der Essener ist indes bereits etwas länger her und datiert vom 5. Oktober 2018 (damals ein 35:34). Für Kenji Hövels und seine Schützlinge wird es vor allem darumgehen, den mentalen Switch zu schaffen, da man zum ersten Mal in dieser Saison nicht als klarer Außenseiter in die Partie geht. Helfen kann da der Fakt, dass man bereits in der Vorbereitung gegen Dormagen gespielt hat (30:35 verloren). „Es wird sicherlich ein Spiel auf Augenhöhe werden. Für beide Mannschaften geht es um relativ viel. Natürlich kommt es beiden Teams zugute, dass man sich schon in der Vorbereitung gesehen hat, das ist aber für Dormagen nicht anders. Ich bin mir sicher, dass meine Mannschaft wissen wird, was auf sie zukommt und wir werden heiß darauf sein, den ersten Sieg der Saison zu holen.“ Der TuSEM freut sich über jeden Fan, der sich am Freitagabend auf den Weg nach Dormagen macht, um die Jungs vor Ort zu unterstützen. Tickets gibt es unter https://tickets.handball-dormagen.de/shop/256. DYN überträgt ab 19:10 Uhr live und on demand.
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