Hinter dem TUSEM Essen liegen einige kräftezehrende Tage. Fünf Spiele in 22 Tagen absolvierten die Essener, darunter das am weitesten entfernteste Auswärtsspiel in Konstanz. Die Bilanz fällt positiv aus: Drei Siege, davon zwei in fremder Halle und ein weiterer Punkt gegen Minden. Nur das Heimspiel gegen Hüttenberg lief nicht nach Plan. Doch diese Niederlage ,,Am Hallo‘‘ wurde schnell ausgemerzt: Der 33:28-Erfolg gegen den TV Großwallstadt vor einer Woche war von ganz hoher Bedeutung. Der TUSEM distanzierte die Unterfranken nämlich auf vier Punkte und sprang in der Tabelle auf Platz acht. Der Heimsieg war gewiss hochverdient, die Essener führten nämlich über die gesamte Spielzeit hinweg. Und doch konnte man sich zwischenzeitlich nicht ganz sicher sein, ob die Punkte wirklich in Essen bleiben. In der ersten Halbzeit führte der TUSEM kurzzeitig mit sechs Toren, ehe Großwallstadt einen Gang zulegte und sich zur Pause auf zwei Treffer herankämpfte (16:14). Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es die Gäste nie wirklich schafften, das Spiel kippen zu lassen. Spätestens beim 31:25 durch Felix Eißing (57.) war die Messe gelesen. TUSEM-Kreisläufer Finn Wolfram war nach dem Spiel zufrieden, legte aber auch den Finger in die Wunde: „Wir kommen gut rein in die Partie, machen den Gegner Ende der ersten Halbzeit aber selber stark. Wir haben uns davon zum Glück aber nicht groß beirren lassen und können unseren Vorsprung konsequent verteidigen. So ist der Sieg dann verdient.“
Dresden will Hinspiel-Niederlage wiedergutmachen – TUSEM kann weiteren Schritt machen
Am Ostersonntag steht dann die nächste weite Reise für den TUSEM auf dem Plan. Beim HC Elbflorenz 2006 wartet ein Gegner, an den die Essener gute Erinnerungen haben. Das Hinspiel gewann der TUSEM mit 36:33, nur wenige Tage nach dem überragenden Pokalspiel gegen die MT Melsungen. Die Dresdener spielen eine starke Saison, allerdings fehlt (noch) der letzte Punch, um oben richtig angreifen zu können. Momentan liegen die Sachsen auf Platz fünf, mit sieben Punkten Rückstand auf den ersten Aufstiegsplatz. Am letzten Spieltag gewann Dresden völlig verdient mit 28:24 beim TuS N-Lübbecke, was tabellarisch betrachtet auch dem TUSEM in die Karten spielt. Dieser hat nun nämlich fünf Punkte Vorsprung auf die bedrohte Zone und kann mit einem Sieg im Osten einen weiteren, großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Finn Wolfram ist zuversichtlich, dass der TUSEM seine gute Form am Sonntag bestätigen kann: „Wir tun gut daran, auf uns zu schauen und unsere Spiele zu gewinnen. Dann ist es auch völlig egal, was die anderen machen. Wir wissen, dass es bis zum Ende brutal eng werden kann und hoffen, dass wir früh genug unsere Punkte sammeln können. In Dresden wollen wir daher den dritten Auswärtssieg in Folge einfahren.“ Der TUSEM freut sich über jeden Fan, der die weite Reise auf sich nimmt, um die Jungs vor Ort zu unterstützen. Tickets gibt es unter https://hc-elbflorenz.online-ticket.de//index.php. Für Daheimgebliebene besteht die Chance, die Partie bei DYN zu verfolgen.
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