Zum Ende einer kräfteraubenden Woche musste der TUSEM neben den Langzeitverletzten erneut auch auf Kreisläufer Markus Dangers (krank) verzichten. Dennoch begannen die Gastgeber schwungvoll und versuchten direkt mit hohem Tempo die Gäste zu überrumpeln. Dies gelang, schnell konnten sie sich ein kleines Polster erarbeiten. Anteil daran hatten auch die Paraden von Sebastian Bliß, der dieses Mal den Vorzug vor Lukas Diedrich im Tor erhielt.
Dresden hatte in der Abwehr noch einige Probleme und benötigte etwas Zeit, um sich zu stabilisieren. Dann aber verteidigten die Sachsen etwas offensiver und nahmen dem TUSEM den Schwung. Somit konnten sie verhindern, dass ihr Rückstand zur Pause noch deutlicher wurde. Die Essener waren immer wieder gefährlich, auch durch die guten Entscheidungen von Nils Homscheid im Rückraum sowie durch die Durchschlagskraft von Justin Müller und Eloy Morante. Das 19:14 zur Halbzeit war absolut verdient.
Der HC Elbflorenz legte im zweiten Durchgang noch einmal alles in die Waagschale. Ivar Stavast trieb das Angriffsspiel an und Philipp Jungemann war am Kreis das eine oder andere Mal recht frei. Dresden blieb also im Spiel und kämpfte sich weiter heran. Zudem erlaubten sich die Hausherren ein paar Fehlwürfe, Torhüter Max Mohs stellte sich in den Weg und verhinderte einen deutlicheren Vorsprung für den TUSEM.
Tatsächlich schafften es die Gäste in der Schlussphase noch einmal für Spannung zu sorgen, kamen bis auf zwei Treffer heran (29:27, 55.). Dass die Partie nicht kippte, lag an den starken Nerven des TUSEM, der seine letzten Kräfte noch einmal bündelte. Ein Doppelpack von Felix Klingler sorgte letztendlich aber für die Entscheidung und damit für einen weiteren Heimsieg der Essener.
„Am Ende einer Englischen Woche sind solche Spiele immer etwas zäher. Aber ich denke, dass wir eine sehr ordentliche erste Halbzeit gespielt haben und dann leider in der zweiten Halbzeit nicht mehr die nötige Konsequenz gehabt. Das lag aber vielleicht auch am hohen Kräfteverschleiß der letzten Tage. Im Endeffekt sind wir zufrieden, dass wir die Woche perfekt beenden konnten“, freute sich Trainer Michael Hegemann.
Auch Rückraumspieler Nils Homscheid war sichtlich zufrieden: „Wir hatten sehr viele Ausfälle und dann ist es umso schöner, dass so eine Serie, die wir uns über Monate aufgebaut haben, trotzdem bestehen bleibt. Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit viele Tore über unser Tempospiel machen können und 19 Tore in einer Halbzeit sind für uns in dieser Saison ja auch nicht unbedingt typisch. Am Ende sind die Kräfte ein bisschen geschwunden, aber da sind wir natürlich froh, dass wir die Führung über die Zeit bringen konnten.“
Für den TUSEM geht es am kommenden Freitag mit einem Auswärtsspiel weiter. Dann steht das Derby beim TSV Bayer Dormagen an, Anwurf im TSV Bayer Sportcenter ist um 19.30 Uhr.
TUSEM Essen – HC Elbflorenz Dresden 32:30 (19:14). TUSEM: Fuchs, Bliß, Diedrich; Kämper, Rozman (3), Reidegeld, Wolfram (2), Homscheid (4/1), Buschhaus, Müller (3), Seidel, Morante (9), Klingler (5), Mast (4), Werschkull (1), Schoss (1). Dresden: Mallwitz, Mohs; Wucherpfennig (7/3), Dutschke, Buschmann (2), Dumcius (6), Hanemann, Jungemann (7), Stavast (4), Greß (3), Vanco, Klepp, Wellner. Schiedsrichter: Hörath (Zirndorf)/Hofmann (Bamberg). Siebenmeter: 1/4 – 3/3. Strafminuten: 8 – 6. Zuschauer: 1383.
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