Zwar musste der TUSEM am Freitagabend auf Felix Klingler (Fußverletzung) und Tim Rozman (Rückenprobleme) kurzfristig verzichten, dafür stand erstmal wieder nach seiner langen Verletzung Felix Eißing im Kader. Zudem kehrte Markus Dangers nach überstandenem Infekt zurück ins Team.
Doch die Partie begann alles andere als nach Plan. Dormagen legte ein hohes Tempo an den Tag und der TUSEM hatte Schwierigkeiten dagegenzuhalten. Zudem spielten die Gäste teilweise zu hektisch und ließen sich zu einfachen Fehlern hinreißen. So stand es bereits nach wenigen Minuten 7:2 und dann 10:4, weshalb Essens Trainer Michael Hegemann eine frühe Auszeit nehmen musste. Kurz danach wurde es etwas besser, auch weil Nils Homscheid ein paar offensive Impulse geben konnte.
Dieses kleine Hoch hielt allerdings nicht allzu lange an, denn Dormagen spielte weiterhin mutig auf und baute den Vorsprung wieder aus. Ian Hüter wurde teilweise zu oft alleingelassen und auch sonst durfte der TSV zu oft zum Abschluss kommen. Die Essener Hintermannschaft fand kaum ins Spiel, ebenso wie die Offensive, die allein in der ersten Halbzeit neunmal am gegnerischen Torhüter Christian Ole Simonsen scheiterte. Mit einem enttäuschenden 10:18 aus Essener Sicht ging es in die Pause.
Und in den ersten Minuten des zweiten Durchgangs wurde es erst einmal nicht besser. Dormagen hatte mächtig Spaß am Derby und spielte selbstbewusst nach vorne. Jeder Fehler der Gäste wurde bestraft und so erhöhte sich der Vorsprung auf zwölf Treffer (23:11, 35.). Der TSV wirkte in der Abwehr galliger und machte es dem TUSEM schwer. Etwas Hoffnung keimte aber auf, als der eingewechselte Torhüter Arne Fuchs erste Paraden verzeichnete und in Rückraumspieler Eloy Morante der Ehrgeiz zündete. Morante marschierte noch einmal voran uns bewies Kampfgeist. Immerhin elf Treffer steuerte der Rechtshänder bei und verkürzte somit den Rückstand. Nun schalteten die Gastgeber einen Gang zurück und ließen den TUSEM teilweise gewähren, doch der Heimsieg geriet nicht mehr in Gefahr. Dafür machten die Essener an diesem Abend zu viele Fehler.
„Wir haben es nicht geschafft ins Spiel zu kommen, weder im Angriff noch in der Abwehr. Wir konnten das Tempospiel von Dormagen nicht unterbinden und hatten erschreckend viele erfolglose Abschlüsse. Dazu kam noch eine Vielzahl von technischen Fehlern. Das hat es uns auch schwer gemacht in einen schnellen Rückzug zu kommen, weshalb wir viele Gegentore gefressen haben. Solche Spiele gibt es mal, aber wir dürfen nicht vergessen, was diese Mannschaft in der aktuellen Saison schon geleistet hat. Und am kommenden Dienstag wollen wir es dann besser machen“, sagte TUSEM-Trainer Michael Hegemann nach der Derbyniederlage.
Am Dienstag (30. Mai) geht es dann im Nachholspiel gegen die Wölfe Würzburg. Anwurf in der Arena „Am Hallo“ ist um 19.30 Uhr.
TSV Bayer Dormagen – TUSEM Essen 33:28 (18:10). Dormagen: Juzbasic, Simonsen (1); Böhnert (1), Reuland (2), Senden (3), Zurga, Rehfus (2), I.Hüter (2), Reimer (5/4), Träger, Grgic, P.Hüter (2), Sterba (3), Schmidt (3), Seesing (5), Steinhaus (4). TUSEM: Fuchs, Bliß, Diedrich; Kämper (1), Reidegeld, Wolfram (1), Dangers (3), Homscheid (5/3), Eißing (1), Buschhaus, Müller (1), Seidel, Morante (11/1), Mast (2), Werschkull (2), Schoss (1). Schiedsrichter: Bona (Remscheid)/Frank (Radevormwald). Siebenmeter: 4/4 – 4/7. Strafminuten: 8 – 4. Zuschauer: 1200.
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