TUSEM muss knappe Niederlage in Lübbecke einstecken

TUSEM muss knappe Niederlage in Lübbecke einstecken
Spielbericht 24.05.2026
Der TUSEM Essen hat sein Auswärtsspiel beim TuS N-Lübbecke knapp verloren. Am 32. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga unterlag die Mannschaft von Trainer Kenji Hövels mit 29:30 (12:14) und steht damit weiterhin auf dem 16. Tabellenplatz.

Nach der Länderspielpause ist vor dem Endspurt im Rennen um den Klassenerhalt. Entsprechend motiviert reiste der TUSEM nach Ostwestfalen, begleitet von mehr als 100 Fans aus Essen. „Ein Riesen-Kompliment an die Fans, die uns sehr stark supported haben. Mir ist das wichtig zu sagen, denn das ist nicht selbstverständlich“, sagte Trainer Kenji Hövels nach dem Spiel.

Und sein Team spürte die Unterstützung definitiv, vor allem in der Anfangsphase schien sie zu helfen. Der TUSEM kam gut rein, packte in der Abwehr zu und war im Angriff zielstrebig. Alex Schoss setzte sich im Rückraum mehrfach gut durch, außerdem war Finley Werschkull auf Linksaußen eine sichere Bank im Abschluss. Die Essener führten zwischenzeitlich mit 5:3 (10.), verloren dann aber den Faden.

Nun waren die Ostwestfalen am Zug. Die Abwehr steigerte sich und die Gastgeber nutzten die kleinen Fehler auf Essener Seite. Binnen weniger Minuten schafften sie es somit das Spiel auf ihre Seite zu ziehen und lagen plötzlich in Führung (7:6, 17.). Bei den Gästen lief nicht mehr viel zusammen, auch die Abwehr bröckelte. So zog Lübbecke auf 11:6 (22.) davon. Der TUSEM weckte jedoch seinen Kampfgeist und holte auf. Die Hereinnahme von Felix Göttler (Foto) tat gut, aber auch Nils Homscheid steuerte Treffer bei. So kämpfte sich die Mannschaft von der Margarethenhöhe auf einen Treffer heran (12:11, 27.), musste dennoch mit einem Rückstand in die Pause gehen.

Nach dem Seitenwechsel sah es zunächst ganz gut für die Essener aus. Lübbecke lauerte zwar auf Fehler, machte aber auch selbst welche und der TUSEM wusste diese zu nutzen. Schnell war der Zwischenstand ausgeglichen, ehe Nils Homscheid die Gäste sogar wieder in Führung brachte (16:17, 37.).

Mitte der zweiten Halbzeit kippte die Begegnung jedoch wieder. Zwar war Essens Torhüter Finn Knaack mit gleich mehreren Paraden zur Stelle, aber in der Offensive fehlte es an Präzision. Mal im Passspiel, mal im Abschluss. Lübbecke machte in dieser Phase den etwas stabileren Eindruck und zog das Spiel auf seine Seite. Auch durch die wuchtigen Abschlüsse von Henri Pabst. Es blieb zwar unter anderem durch die Treffer von Felix Eißing spannend, doch der TUSEM machte in den entscheidenden Situationen kleine Fehler, durch die er das Ergebnis eben nicht mehr auf seine Seite wenden konnte. Somit mussten die Essener eine knappe Niederlage einstecken.

„Mir fehlen ein bisschen die Worte, um ehrlich zu sein. Eigentlich spielen wir gut, kämpfen um die Bälle und sind heiß. Aber uns fehlt die Coolness vorne und spielen es nicht gut zu Ende“, sagte Finley Werschkull nach dem Spiel im Interview mit „Dyn“.

Auch Trainer Kenji Hövels ärgerte sich: „Da war mehr drin. Wenn man mit einem Tor verliert, dann ist es eben so, dass das Team verliert, dass die zwei, drei dummen Fehler mehr macht. Das war der Fall. Offensiv hatten wir im Sechs-gegen-Sechs unsere Probleme, aber mit dem Sieben-gegen-Sechs gut reagiert. Wir machen aber leider einige freie Bälle nicht rein und zu viele Fehler. Defensiv standen wir lange sehr gut. Aber wir verlieren eben zwei, drei Zweikämpfe zu viel. Unser Tempospiel war nicht so gut. Dazu gehört Mut, aber Mut hat uns an der einen oder anderen Stelle gefehlt. Das ist aber kein Vorwurf an die Mannschaft. Sie hat eine kämpferisch super Leistung gezeigt.“

Nun steht das letzte Heimspiel der Saison an. Am kommenden Freitag (29. Mai) geht es in der Sporthalle „Am Hallo“ gegen die HSG Nordhorn-Lingen. Anwurf ist um 19 Uhr.

TuS N-Lübbecke – TUSEM Essen 30:29 (14:12). Lübbecke: F.Genz, Grabenstein; J.Genz (1), Santos (2), Heiny (2), Hörr (1), Furu (4), Schulze (1), Lundahl, Dräger (4), Hornyak (2), Blaauw (2), Wesseling (1), Pabst (6), Blazicko, Wieling (4/2). TUSEM: Knaack, Plaue; Becker, Mart, Göttler (3), Willner (2), Homscheid (4/2), Reimer, Eißing (6), Wolf, Neuhaus (2), Kostuj, Hejny, Mast, Werschkull (8), Schoss (4). Schiedsrichter: Heine (Wendeburg)/Standke (Ronnenberg). Siebenmeter: 2/2 – 2/3. Strafminuten: 8 – 2. Zuschauer: 1285. Foto: Dennis Ewert.

app iocn
App Installieren
für schnelleren und einfachen Zugriff.

Außerdem erhältst du so exklusive Gutscheine bei unseren Partnern!
  1. 1. Klicke einfach auf share icon
  2. 2. 'Zum Home-Bildschirm'