Die Spielzeit 2025/2026 in der 2. Handball-Bundesliga neigt sich allmählich dem Ende entgegen. Vier Spieltage sind bis Anfang Juni noch zu absolvieren. Und am gestrigen Freitagabend ist zweite sportliche Entscheidung der Saison gefallen: Durch den Hüttenberger Heimsieg gegen Dresden (29:28) steht die SG BBM Bietigheim als Aufsteiger in die Handball-Bundesliga fest - der TUSEM gratuliert an dieser Stelle herzlich zum direkten Wiederaufstieg. Und am anderen Ende der Tabelle steht Oppenweiler/Backnang seit geraumer Zeit als Absteiger fest, um den zweiten Platz Richtung Drittklassigkeit herrscht ein verbissener Kampf. Der TUSEM hatte in der Vorwoche mit dem 29:29 in Lübeck zunächst vorgelegt, ehe die Essener kurze Zeit später keine allzu frohe Kunde aus Dresden ereilte. Die HSG Krefeld Niederrhein schob sich nämlich mit einem überraschenden Auswärtssieg (27:28) am TUSEM vorbei, der nun als Vorletzer in den anstehenden 31. Spieltag geht. Der eigene Punktgewinn gegen Lübeck ließ sich derweil irgendwo zwischen „immerhin ein Punkt” und „da war deutlich mehr drin" einzuordnen. Die Mannschaft von Cheftrainer Kenji Hövels lief über weite Teile der Partie einem Rückstand hinterher, ließ aber auch öfters eigene, deutlichere Führungen aufgrund von diversen Unzulänglichkeiten liegen. Das Hövelsche Resümee fällt dennoch positiv aus: „Wir haben zweimal in Serie auswärts gepunktet, erst in Potsdam, jetzt in Lübeck. Da hat der Verein auch schon andere Zeiten erlebt. Es ist eine Entwicklung, dass wir für Punkte infrage gekommen sind."
Für Coburg geht es um die goldene Ananas - TUSEM will mit zwei Punkten in die Pause gehen
Zur Wahrheit gehört aber auch: Ein Sieg würde den Essenern mal wieder richtig gut tun. Die nächste Chance bietet sich dazu am Sonntag, wenn der HSC 2000 Coburg in der Arena „Am Hallo” zu Gast ist. Die Oberfranken stehen derzeit auf Platz zehn und können in den restlichen Spielen befreit aufspielen. Dass sich eventuell ein kleiner Schlendrian eingeschlichen hat, zeigen die jüngsten Niederlagen gegen Ludwigshafen und Ferndorf. Die Mannschaft von Cheftrainer Anel Mahmutefendic will also in Essen ein ganz anderes Gesicht zeigen als zuletzt. Das Hinspiel gewann der HSC souverän mit 32:25. Ein ähnliches Ergebnis soll am Sonntag verhindert werden, Kenji Hövels gibt die Marschroute vor: „Wir sind ein Stück weit zum Siegen verdammt und rechnen uns zu Hause definitiv was aus. Momentan stehen wir etwas mit dem Rücken zur Wand, aber genau diese Emotionen wollen wir für uns nutzen und mit allem, was wir haben, dieses Heimspiel gewinnen." Krefeld spielt derweil parallel gegen Balingen, die „Gallier von der Alb” können im Falle eines Auswärtssieges - die Dresdener Niederlage lässt grüßen - ebenfalls den Aufstieg in die Bundesliga perfekt machen. Der TUSEM freut sich über den Fan, der sich am Muttertag auf den Weg in die Halle begibt, um die Jungs lautstark zu unterstützen. Tickets für Sonntag gibt es unter tusemessen.de/tickets und an den Abendkassen. DYN überträgt ab 16:40 Uhr live und on demand.
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