Am vergangenen Samstag hat der TUSEM Essen den zweiten Heimsieg in Serie verpasst. Die Mannschaft von Daniel Haase hatte sich im Vorfeld der Partie viel ausgerechnet, die 28:35-Niederlage gegen den VfL Potsdam war letzten Endes aber verdient – auch in der Höhe. Es war das wettbewerbsübergreifend zehnte Duell zwischen dem TUSEM Essen und dem Erstliga-Absteiger, der dahingehend seine Bilanz (vierter Sieg) etwas aufpolieren konnte. Die Ursachen für die Niederlage waren schnell gefunden – eine wirklich gute Leistung des Gegners, gepaart mit einer gewissen Schlafmützigkeit auf eigener Seite, wie auch Haase selbst zugab: „Uns hat der Start in die jeweilige Halbzeit gekillt. Da haben wir das Spiel verloren.“ Der TUSEM hat somit in neun von elf Saisonspielen mehr als 30 Gegentore kassiert. Das Problemfeld Abwehr ist seitens des Trainerteams klar benannt – die neuerliche Neuverpflichtung von Alexander Becker soll diesem Zustand Abhilfe schaffen. „Es geht jetzt darum, dass wir ihn schnell in unser System integrieren, dafür haben wir ihn geholt“, so Haase, der seiner jungen Mannschaft zu Wochenbeginn eine gewisse Getrübtheit attestierte: „So eine Niederlage wirkt immer noch nach, das ist auch normal. Zur Wochenmitte sind die Köpfe aber auch wieder nach oben gegangen, es muss ja auch weitergehen.“ Der TUSEM steht momentan auf dem 16. Platz, nur das bessere Torverhältnis im Vergleich mit der HSG Krefeld Niederrhein trennt die Essener von der Abstiegszone. Im Jahr 2025 stehen noch sechs Spiele auf der Agenda, darunter drei Heimspiele gegen Lübeck-Schwartau, Nettelstedt und Ferndorf.
Dresden kämpft sich gegen den HCOB zum Sieg – Haase schaut „zu 80 Prozent auf uns“
Doch zunächst sind die Essener auswärts gefordert, was bereits seit der vergangenen Saison nicht zu den Spezialdisziplinen des TUSEM gehört. Am Samstagabend wird die Haase-Sieben vom HC Elbflorenz Dresden empfangen, der derzeit auf dem vierten Platz der zweiten Handball-Bundesliga steht. Dresden hat acht der letzten neun Ligaspiele gewonnen, dazu gesellt sich ein Unentschieden gegen den TuS Ferndorf. Auch im DHB-Pokal hat die Mannschaft von Cheftrainer André Haber für Furore gesorgt. In der zweiten Runde gewannen die Elbestädter in einem aberwitzigen Spiel mit doppelter Verlängerung mit 47:46 gegen den HSV Hamburg, ehe im Achtelfinale die MT Melsungen wartete. Auch hier spielte Dresden bravourös auf und hatte die Nordhessen am Rande einer Niederlage, ehe sich die MT doch mit 30:32 - ebenfalls nach Verlängerung – durchsetzte. Am letzten Sonntag gewann Elbflorenz mit 33:32 beim noch sieglosen Aufsteiger aus Oppenweiler/Backnang – ein hart erkämpfter (Pflicht)-Sieg. Warum sollte also nicht auch der TUSEM gegen Dresden überraschen können? Daniel Haase hat die Partie in der Gegneranalyse natürlich mit einbezogen, wenn auch nur zu einem kleinen Teil: „Wir haben das Spiel geschaut, aber wir schauen zu 80 Prozent auf uns. Jede Mannschaft hat andere Stärken, wir spielen nicht zuhause, sondern auswärts, das muss man berücksichtigen. In der letzten Saison haben wir gezeigt, wie es gehen kann – das wollen wir wiederholen.“ Tatsächlich hat der TUSEM in der Saison 24/25 drei von vier Punkten gegen die Sachsen geholt – in der BallsportArena bejubelten die Essener damals ein 30:30. Der rot-weiße Tross wird sich bereits am Freitag auf den Weg nach Ostdeutschland machen und freut sich über jeden Fan, der die weite Reise ebenfalls mit antritt. Tickets für die Partie gibt es unter https://hc-elbflorenz.de/tickets/. DYN überträgt die Partie ab 17:40 Uhr live und on demand.
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