Am Ende hat es leider nicht ganz gereicht. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat den Titel bei der diesjährigen Europameisterschaft knapp verpasst, Gastgeber Dänemark war im Finale am Ende zu stark. Dennoch können die Deutschen auf ein großartiges Turnier zurückblicken. Für die DHB-Auswahl war es die erste EM-Medaille seit dem Titelgewinn 2016. Auch rund 535 Kilometer Luftlinie südwestlich vom Finalort Herning wurden die Daumen gedrückt: TuSEM-Cheftrainer Kenji Hövels hat den Weg der deutschen Nationalmannschaft aufmerksam verfolgt: „Ich glaube, ich habe alle Spiele bis auf eins gesehen. Das war ein richtig tolles Turnier von den Jungs. Die Mannschaft konnte sich im Turnierverlauf steigern und hat am Ende verdient eine Medaille gewonnen. Die Leistung kommt auch dem deutschen Handball im Allgemeinen zugute.“ Doch neben der EM war auch der Rückrundenstart ein vorherrschendes Thema bei Hövels und seiner Mannschaft. Seit dem 12. Januar befinden sich die Essener im Training, haben sich intensiv auf den Re-Start vorbereitet. Kenji Hövels, der seit seinem Start Anfang Dezember drei Punkte aus drei Spielen einfahren konnte, nutzte die Zeit, um erste Ideen und Visionen umzusetzen. Der TuSEM bestritt auch ein Testspiel: Gegen Ligakonkurrent Ferndorf gewannen die Essener auswärts mit 30:27. Das Duell gegen die Eulen Ludwigshafen bildet den Auftakt in einen ereignisreichen Februar: Gleich fünf Spiele warten auf die Essener, vier davon gegen direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Mit welchem Gemütszustand gehen Trainerteam und Mannschaft denn nun in die Rückrunde? „Ich glaube, es ist ein gesunder Mix aus Anspannung und Vorfreude. Wir freuen uns sehr auf das Spiel, wir haben sehr viel trainiert, waren lange nicht im richtigen Wettkampf. Natürlich ist eine gesunde Anspannung da, wir wissen um unsere sportliche Situation und wollen möglichst schnell punkten“, so Hövels.
Eulen kommen mit „Essener“ Trainer – Hinspiel war für den TuSEM schmerzhaft
Der TuSEM geht als Tabellen-16. in die Rückrunde, der erste Gegner steht knapp vor den Essenern. Die Eulen Ludwigshafen sind zwei Plätze und vier Punkte vor dem TuSEM platziert. Ludwigshafen hat ähnlich wie der TuSEM eine bewegte Hinrunde hinter sich. Mitte September trennten sich die Eulen Ludwigshafen von Trainer Johannes Wohlrab und präsentierten Michael Haaß als dessen Nachfolger. Haaß ist ein Essener Jung, wurde in Essen geboren und hat hier sein Abitur gemacht (übrigens an derselben Schule wie der Schreiber dieser Zeilen). Der Start unter Haaß verlief eher schleppend, erst im sechsten Spiel unter seiner Regie holten die Eulen erstmals Punkte. Seit diesem Befreiungsschlag läuft es allerdings deutlich besser, für Aufsehen sorgten unter anderem die Punktgewinne in Potsdam (32:32) und Hüttenberg (27:27). Personell haben die Eulen einige Abgänge zu verzeichnen, so werden beispielsweise Kapitän Freddy Stüber oder Torhüter Žiga Urbič Ludwigshafen am Saisonende verlassen. Das Hinspiel ging mit 32:26 an die Pfälzer, der TuSEM erlebte einen rabenschwarzen Tag und lag zwischenzeitlich mit elf Toren hinten. Am Freitag wollen sich die Essener für die Niederlage revanchieren, wenngleich der Gegner laut Kenji Hövels einiges an Qualität mitbringt: „Erstmal muss man sagen, dass das Hinspiel beiden Trainern in der Analyse nicht mehr allzu viel bringt, weil beide Mannschaften den Trainer gewechselt haben. Die Eulen sind sehr variabel, haben viele unterschiedliche Spielertypen. Sie können sowohl aus der Nahdistanz als auch aus dem Rückraum gefährlich werden. In der Abwehr haben sie mehrere Systeme, die sie spielen können, da sind sie sehr flexibel. Wir müssen uns auf vieles einstellen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir ein gutes Spiel zeigen werden.“ Der TuSEM freut sich über jeden Fan, der nach der EM-Pause wieder Lust auf Zweitliga-Handball hat und in die Halle kommt. Tickets gibt es unter tusemessen.de/tickets und an den Abendkassen. DYN überträgt live und exklusiv, Start der Übertragung ist um 19:15 Uhr.
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