An der Unterstützung der Fans hat es jedenfalls nicht gelegen. Rund 50 Essener Anhänger haben die Mannschaft zum Auswärtsspiel nach Potsdam begleitet. Insbesondere Rückraumspieler Felix Mart konnte auf lautstarke Unterstützung zählen, die Familie des 21-Jährigen war zahlreich in der MBS-Arena vertreten. Mart kommt gebürtig aus Brandenburg an der Havel, hat jahrelang für Potsdam gespielt und in Zeiten fünf Minuten entfernt von der Halle gewohnt. Mit zwei Punkten konnten er und seine Mannschaftskollegen zwar nicht belohnen, der eine gewonnene Punkt könnte im Abstiegskampf allerdings noch Gold wert sein. Naturgemäß war bei den Essener Protagonisten auch eine gewisse Enttäuschung über den Spielverlauf vernehmbar, hatte der TUSEM doch phasenweise mit vier Toren geführt. So erinnerte die Partie schon ziemlich an das Spiel gegen Bietigheim, wo den Essenern der Sieg ebenfalls spät entrissen wurde. Wie ist das Potsdam-Spiel nun einzuordnen? TUSEM-Cheftrainer Kenji Hövels hat eine klare Antwort: „Es kommt sicherlich auf die Perspektive an. Blicken wir auf die Partien gegen Bietigheim und Potsdam, könnte man von einem Rückschlag sprechen. Für mich ist es aber ein Fortschritt, dass wir solchen Mannschaften derartige Probleme bereiten können und für einen Sieg infrage gekommen wären. Jeder Punkt, den wir holen, bringt uns näher an unser Ziel.“ Außenstehende, die nicht im alltäglichen Umgang mit der Mannschaft stehen, stellen sich nach solchen Spielen möglicherweise die Frage, wie das junge Team diese Ergebnisse wegsteckt. Sieben Spiele sind die Essener sieglos, eine Serie, die in der Länge vermeidbar gewesen wäre. „Unsere Situation erfordert schon eine gewisse Kommunikation, die ehrlicherweise mal besser und mal schlechter läuft. Wir kriegen das als Mannschaft aber insgesamt gut hin, was ja eben auch das Spiel gegen Potsdam gezeigt hat. Wir sind in der Lage, nach Rückschlägen wie gegen Balingen zurückzukommen“, so Hövels über die teaminterne Aufarbeitung nach den jüngsten Spielen.
Dresden braucht jeden Punkt im Aufstiegsrennen – Bilanz macht dem TUSEM Mut
Sechs Spiele stehen in dieser Spielzeit noch auf der Agenda, je drei in eigener (Dresden, Coburg, Nordhorn und fremder Halle (Lübeck, Nettelstedt, Ferndorf). Den Beginn dieses Restprogramms macht das Heimspiel gegen den HC Elbflorenz aus Dresden. Die Mannschaft von Cheftrainer André Haber schielt weiterhin auf den Aufstieg, liegt derzeit vier Punkte hinter dem Spitzenduo aus Bietigheim und Balingen. Da diese beiden Teams am letzten Spieltag gegeneinander spielen, hat Dresden die Hoffnungen auf den erstmaligen Aufstieg in die Beletage des deutschen Handballs noch nicht aufgegeben. Der HCE stellt den besten Angriff der Liga (948 Tore) und verfügt über eine hohe Qualität in allen Mannschaftsteilen. Diese hat der TUSEM auch im Hinspiel zu spüren bekommen, als die Essener in Dresden mit 24:41 verloren. In Essen sieht die Bilanz allerdings deutlich besser aus, erst einmal konnte Elbflorenz in der Sporthalle „Am Hallo gewinnen (31:34 im Februar 2024). Selbstredend braucht auch der TUSEM jeden Punkt im Abstiegskampf, wodurch die Partie eine ordentliche Brisanz erhält. Kenji Hövels setzt dabei auf die eigene Heimstärke: „Dresden ist eine Top-Mannschaft und spielen eine variable Abwehr. Sie verfügen über ein starkes Tempospiel und decken offensiv alles ab, egal ob Wurfgewalt, das 1-gegen-1 oder das Kreisläuferspiel. Wir wollen in eigener Halle wieder unangenehm sein und bis zum Schluss für Punkte in Frage kommen.“ Der TUSEM freut sich über jeden Fan, der am Sonntag in die Halle kommt, um die Jungs lautstark zu unterstützen. Tickets gibt es unter tusemessen.de/tickets und an den Abendkassen. DYN überträgt ab 16:40 Uhr live und on demand.
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