Potsdam, Dresden und nun Minden: Die Heimspiele im Jahr 2024 bleiben für den TuSEM Essen kein gutes Pflaster. Die Ostwestfalen entführten beim 25:31 beide Punkte aus der Sporthalle am Hallo – und das hochverdient. Zu keiner Zeit konnte der TuSEM an die bärenstarke Leistung anknüpfen, die man eine Woche zuvor beim Auswärtsspiel in Lübbecke gezeigt hatte (28:27). Bereits zur Pause war der Rückstand auf sechs Tore angewachsen (11:17). Auch im zweiten Durchgang gelang es dem Team von Cheftrainer Michael Hegemann nicht, den Grün-Weißen den Auswärtssieg ernsthaft streitig zu machen. Derweil wirkte der Auftritt von GWD geradezu bizarr – und das nicht im negativen Sinne. Die Mannschaft von Aaron Ziercke brachte ihre gesamte Qualität auf die Platte, sodass sich manch ein Fan sicherlich gefragt hat, was diese Mannschaft im Tabellenkeller der zweiten Handball-Bundesliga verloren hat. TuSEM-Coach Michael Hegemann konnte indes absolut nicht mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden sein und nahm bei der Analyse kein Blatt vor den Mund: „Wir haben in keinem Mannschaftsteil überzeugen können. Ich hoffe einfach, dass das Spiel gegen Minden das eine in der Saison ist, wo dir einfach gar nichts gelingt. Unter der Woche haben wir das Spiel aufgearbeitet und jetzt liegt unser Fokus voll und ganz auf Aue.“
Aue kämpft gegen den Abstieg – deutlicher TuSEM-Sieg im Hinspiel
Stichwort Aue – der nächste TuSEM-Gegner steckt noch tiefer in der Bredouille als Minden. Der Aufsteiger aus Sachsen liegen mit 8:36 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz und haben damit bereits sieben Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Das Team von Cheftrainer Olafur Stefansson ist aber immer für eine Überraschung gut – so gesehen bei den Heimsiegen gegen Ludwigshafen oder Nordhorn. Die Männer aus dem Erzgebirge gewannen – wie der TuSEM – auch in Lübbecke. Am letzten Spieltag erwischte der EHV einen gebrauchten Tag und unterlag beim TV Hüttenberg mit 25:37. Das Hinspiel im Oktober 2023 gewann der TuSEM deutlich mit 32:20 und fuhr somit neben dem 31:19 gegen Lübeck-Schwartau den bis dato höchsten Saisonsieg ein. Für die Hegemann-Schützlinge wird es am Sonntag vor allem darum gehen, die hitzige Atmosphäre in der Erzgebirgshalle auszublenden. In dieselbe Kerbe schlägt auch Hegemann selbst: „Beim EHV herrscht eine gute Stimmung in der Halle. Wir müssen den Fokus auf unser Spiel legen und dürfen uns nicht von Nebensächlichkeiten ablenken lassen.“ Der TuSEM wird bereits am Samstag die Reise nach Sachsen antreten, um sich bestmöglich auf die Partie vorbereiten zu können. Die Jungs freuen sich über jeden Fan, der die weite Reise auf sich nimmt, um den TuSEM vor Ort zu unterstützen. Tickets gibt es unter https://ehv-aue.de/index.php/tickets. Für alle Daheimgebliebenen besteht die Chance, die Partie bei DYN zu verfolgen.
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