Manche Serien wollen einfach nicht enden. Der TuSEM kann davon in Hinblick auf die HSG Nordhorn-Lingen ein Lied singen. Seit September 2018 haben die Essener nicht mehr gegen die Niedersachsen gewonnen. Vor zwei Wochen wollte das Team von Michael Hegemann diesen Zustand ändern und vor allem die maue Heimbilanz in diesem Jahr aufpolieren. Doch erneut standen die Essener am Ende mit leeren Händen da: Mit dem 25:29 schob sich die HSG tabellarisch am TuSEM vorbei und verbesserte die eigenen Chancen auf die DHB-Pokal-Qualifikation. Der Erfolg der Emsländer fußte im Wesentlichen auf drei Säulen. Torwart Björn Buhrmester hielt starke 35 Prozent der Bälle, Rechtsaußen Maximilian Lux hatte bei seinen neun Toren eine hundertprozentige Quote und die Achse aus Mittelmann Tarek Marschall und Kreisläufer Dominik Kalafut brillierte ein ums andere Mal. Am Ende erzielten Marschall und Kalafut 15 der 29 HSG-Tore. Kaum verwunderlich, dass TuSEM-Coach Michael Hegemann hier den Finger in die Wunde legte: „Wir haben das Kreisläuferspiel von Nordhorn nicht in den Griff bekommen, das haben wir uns anders vorgestellt. In der zweiten Halbzeit haben wir die Führungen, die wir hatten, zu schnell wieder verspielt. So kannst du letztendlich nicht erfolgreich sein.“ In der Tat kam der TuSEM nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit (14:14) stark aus der Kabine, führte immer mal wieder mit zwei Toren Unterschied. Doch die HSG ließ sich nicht abschütteln und nahm letztlich verdiente zwei Punkte mit ins Emsland.
Derbytime in Iserlohn – Hegemann freut sich auf „ein echtes Highlight“
Der TuSEM hatte anschließend zwei Wochen Zeit, um durchzuschnaufen. Am Sonntag steht nun das Derby in Hagen auf dem Plan – unter besonderen Voraussetzungen. Denn die Grün-Gelben ziehen für dieses Spiel in die Halle des Eishockey-Bundesligisten Iserlohn Roosters um und deklarieren die Partie als „Summer Game“. Will heißen: Eine große Kulisse von über 3000 Zuschauern, viel Rahmenprogramm und das bei einem Spiel, welches eines gleichermaßen sportlich wie emotionale Brisanz bietet. Hagen steht derzeit auf einem starken vierten Tabellenplatz und war im Jahr 2024 richtig stark unterwegs. Letztendlich verhinderten drei Niederlagen in Folge eine wohl noch bessere Platzierung. Trainer Stefan Neff sieht sich derzeit mit einigen Personalproblemen konfrontiert, baut aber auf die lautstarke Unterstützung der Zuschauer. Das Hinspiel gewann der TuSEM mit 21:18. Michael Hegemann freut sich auf die Partie, gerade in Hinblick auf den Kaderumbruch im Sommer: „Das ist in unserer Besetzung nochmal ein absolutes Highlight. Die Kulisse wird toll werden. Rein sportlich erwarte ich ein ausgeglichenes Spiel, das zeigen auch die letzten Partien zwischen Essen und Hagen. Wir sind jedenfalls voller Vorfreude.“ Für Daheimgebliebene besteht die Chance, die Partie bei DYN zu verfolgen.
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