TUSEM feiert Derbysieg im ersten Heimspiel

17.09.2021 | Spielbericht
TUSEM feiert Derbysieg im ersten Heimspiel
Der TUSEM Essen hat sein erstes Saison-Heimspiel in der 2. Handball-Bundesliga gewonnen. Im Derby gegen den ASV Hamm-Westfalen setzte sich die Mannschaft von Trainer Jamal Naji verdient mit 29:26 (17:8) durch.

Endlich konnte der TUSEM mal wieder mit der Vielzahl seiner Fans ein Heimspiel bestreiten - nach anderthalb Jahren Coronapause. Immerhin knapp 1600 Fans kamen, trotz der noch geltenden Corona-Maßnahmen, in die Arena „Am Hallo“ und freuten sich auf das Duell mit dem ASV Hamm-Westfalen. Ausgerüstet mit Mundschutz-Maske und Klatschpappe waren alle bereit für ein spannendes Derby, das jedoch alles andere als spannend begann.

Viel zu deutlich entschied der TUSEM die Anfangsphase für sich. Die Essener starteten nahezu perfekt in die Begegnung, erlaubten sich kaum Fehler und standen in der Abwehr sehr stabil. Hamm wirkte teilweise zu nervös und war schlicht zu ungenau in den Abschlüssen, auch weil Torhüter Lukas Diedrich immer wieder eine Hand oder einen Fuß am Ball hatte. Und im Angriff lief es wie am Schnürchen, da ließen sich die Hausherren kaum eine Chance entgehen. Zum Teil waren sehr sehenswerte Treffer dabei, wie zum Beispiel ein Kempa-Trick von Lucas Firnhaber vollendet. Der TUSEM wirkte sehr gut vorbereitet und war im Angriff unglaublich variabel, was Hamm vor eine große Herausforderung stellte.

ASV-Trainer Michael Lerscht sah sich gezwungen zwei frühe Auszeiten zu nehmen und versuchte einiges bei seiner Mannschaft zu korrigieren. Nach dem deutlichen Zwischenstand von 11:1 (17.) schien bereits eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Doch Hamm gab sich nicht auf und versuchte sich heranzukämpfen. Immerhin lief es im Angriff nun etwas besser, doch der Rückstand blieb zur Pause deutlich (17:8).

Der TUSEM konnte auf eine gelungene erste Halbzeit zurückschauen, durfte sich darauf aber nicht ausruhen. Denn die Gäste aus Westfalen gaben noch einmal alles und versuchten jeden Fehler der Essener auszunutzen. Und immer wieder erlaubten sie sich eben solche Fehler, entweder im Passspiel oder in ungenauen Abschlüssen. Und auch die bis dato so sattelfeste Abwehr ließ die eine oder andere Chance mehr zu. Dani Baijens war einer der Nutznießer auf Hammer Seite und sorgte dafür, dass ein kleiner Funke Hoffnung bei den Gästen glühte.

Die Gastgeber versuchten einen kühlen Kopf zu bewahren und sich den Sieg nicht mehr aus der Hand reißen zu lassen. Allerdings war dies in der Schlussphase gar nicht so einfach, denn der Rückstand wurde immer geringer und allmählich schien sich etwas Nervosität in das Spiel der Essener einzuschleichen. Der zwischenzeitliche Zehn-Tore-Vorsprung war auf nur noch drei Treffer geschmolzen, weshalb es noch einmal eng wurde. Allerdings konnte sich Dennis Szczesny in den Schlussminuten einige Male entscheidend durchsetzen und auch Lukas Becher zeigte sich abgezockt. Der Linksaußen war nach schnellen Gegenstößen mehrfach zur Stelle und sorgte mit seinen insgesamt neun Toren auch dafür, dass der TUSEM am Ende als Derby-Sieger von der Platte gehen durfte.

„Wir sind in der ersten Halbzeit grandios gestartet und haben unglaublich gut gedeckt. In der Pause habe ich angemahnt, dass die ersten Minuten in der zweiten Halbzeit entscheidend sein werden. Die haben wir eigentlich gut überstanden, aber dann haben wir ein paar freie Würfe vergeben und den Deckel nicht drauf gemacht. Hamm hat eine sehr gute Moral bewiesen und uns das Leben am Ende richtig schwergemacht. Teilweise haben wir uns auch hanebüchene Fehler gemacht. Aber ich bin ehrlich: in dieser Liga ist es mir ganz egal, wie wir die Spiele letztendlich gewinnen. Trotzdem wollen wir natürlich aufarbeiten, warum wir nochmal ins Schwimmen gekommen sind“, sagte TUSEM-Trainer Jamal Naji nach dem Heimsieg.

Für die Essener geht es nun auswärts gegen den HC Elbflorenz Dresden. Anwurf in der Ballsportarena ist am 26. September um 17 Uhr.

TUSEM Essen – ASV Hamm-Westfalen 29:26 (17:8) TUSEM: Bliß, Diedrich; Beyer, Glatthard, Rozman (2), Dangers (1), Homscheid, Becher (9), Ignatow, Szczesny (1), Bergner, Müller (2), Firnhaber (3), Seidel, Morante (5), Klingler (6/2). Hamm: Storbeck, Bozic; Genz (3), Huesmann (6/6), Fuchs, Reimann (1), Engelhardt (4), Kooij (1), Südmeier (2), Pretzewofsky (1), Orlowski (1), Moussa, Baijens (6), Mikita, von Boenigk, Wieling (1). Siebenmeter: 2/3 – 6/7. Strafminuten: 8 – 14 (Disq. Mikita, 46.). Schiedsrichter: Cesnik/Konrad (beide Gummersbach). Zuschauer: 1573.

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