TUSEM feiert ersten Auswärtssieg der Saison

21.02.2021 | Spielbericht
TUSEM feiert ersten Auswärtssieg der Saison
Der TUSEM Essen fährt seinen ersten Auswärtssieg der Saison in der Liqui Moly Handball-Bundesliga ein. Bei den Eulen Ludwigshafen setzt sich die Mannschaft von Trainer Jamal Naji knapp, aber verdient, mit 26:25 (11:10) durch und sammelt wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Showdown in der Friedrich-Ebert-Halle in Ludwigshafen. Der TUSEM Essen reiste zum direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt und war willens die ersten Auswärtspunkte der Saison zu holen. Einfach werden würde dieses Duell nicht, denn die Eulen konnten zuletzt in Stuttgart gewinnen und sind erfahren mit solchen Spielen. Doch die Gäste aus dem Ruhrgebiet begannen mutig und ließen sich von einem möglichen Druck nichts anmerken.

Zwar musste der TUSEM auf Eloy Morante verzichten, weil sich der Rückraumspieler durch eine Corona-Infektion im privaten Umfeld in Quarantäne befindet, doch dafür sprangen andere Spieler in die Bresche. Unter anderem durfte Laurenz Kluth von Beginn an ran, der seine Aufgaben sofort gut erledigte. Für seine Abwehrarbeit belohnte sich der 18-Jährige selbst, erzielte in der ersten Halbzeit drei Tore. Aber auch seine Kollegen machten einen ordentlichen Job, hielten vor allem Ludwigshafens Torjäger Azat Valiullin vom Tor fern. Allerdings war das Spiel beider Mannschaften im ersten Durchgang von vielen kleinen Fehlern geprägt, teilweise von ungenauen Zuspielen oder verfehlten Torchancen. Immerhin konnte sich der TUSEM einen leichten Vorteil für die zweite Halbzeit erspielen, führte zur Pause mit 11:10.

Entschieden war noch lange nichts, das Kampfspiel sollte weitergehen und zu einer Nervenschlacht werden. Zunächst starteten beide Teams recht hektisch, wollten wohl zu früh für eine Vorentscheidung sorgen. Immer wieder gab es auf beiden Seiten Ballverluste, die jedoch nicht immer bestraft wurden. Aus Sicht der Eulen war unter anderem Essens Torhüter Sebastian Bliß der Spielverderber, der mit seinen Paraden in der wichtigen Phase den TUSEM vor Gegentoren bewahrte. Das zahlten ihm seine Kollegen zurück, indem sie einen kleinen Vorsprung erarbeiten konnten.

Doch dieser reichte nicht, um für die Entscheidung zu sorgen. Die Eulen gingen weiter auf Torejagd und versuchten die Essener doch noch zu bezwingen. Dominik Mappes war Dreh- und Angelpunkt bei den Hausherren und sorgte immer wieder für Gefahr. Aber auf Seiten der „Ruhrpott Schmiede“ standen gleich mehrere Spieler dem gegenüber, unter anderem Justin Müller und Dennis Szczesny. Die Rückraumspieler marschierten voran und versuchten die Angriffe durchdacht zu Ende zu spielen. Dies gelang in der Schlussphase recht häufig. Dennoch kam Spannung auf, weil Ludwigshafen mehr investierte und riskierte. Glücklicherweise, aus Sicht des TUSEM, war es an diesem Nachmittag der eine Treffer mehr, der den Auswärtssieg brachte. Das 26:25 war hart umkämpft, aber verdient.

„Es war ein Kampfspiel, was wir aber auch vorher schon erwartet hatten. Meine Jungs haben das aber mega gut angenommen, obwohl Ludwigshafen in solchen Spielen gegen die direkte Konkurrenz ja durchaus einen Erfahrungsvorsprung hat. Dennis Szczesny war ein starker emotionaler Anker für uns und hat sehr mannschaftsdienlich gespielt. Dann hat unser Glaube an den Sieg immer mehr Fahrt aufgenommen. Wichtig war, die kritische Phase in der zweiten Halbzeit zu überstehen. Daran hatte auch unser Torwart Sebastian Bliß mit seinen Paraden einen großen Anteil. Für uns war das ein sehr wichtiger Sieg, vor allem für unsere Moral“, freute sich Essens Trainer Jamal Naji nach dem Sieg.

Für den TUSEM geht es schon am kommenden Donnerstag (25.02.) auswärts weiter, dann geht es im Nachholspiel gegen den SC Magdeburg (Anwurf 19 Uhr, Getec Arena).

Eulen Ludwigshafen – TUSEM Essen 25:26 (10:11) Ludwigshafen: Tomovski, Skof; Dietrich (2), Scholz (3), Haider, Remmlinger (1), Falk (1), Durak (1/1), Bührer (1), Mappes (5), Wagner (5), Meddeb, Neuhaus (2/1), Valiullin (2), Klimek (1), Klein. TUSEM: Bliß, Diedrich; Beyer (2/1), Rozman, Durmaz (1), Becher (3), Ignatow, Szczesny (2), Müller (3), Firnhaber (4), Seidel, Klingler (4/1), Kluth (3), Zechel (4). Siebenmeter: 2/3 - 2/2. Strafminuten: 10 – 14. Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (beide Magdeburg).

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