TUSEM feiert überzeugenden Heimsieg

18.12.2021 | Spielbericht
TUSEM feiert überzeugenden Heimsieg
Der TUSEM Essen hat das Heimspiel in der 2. Handball-Bundesliga gegen den TV Großwallstadt verdient gewonnen. Am Ende setzte sich die Mannschaft von Trainer Jamal Naji mit 32:26 (19:14) durch und verkürzt den Rückstand zu den Aufstiegsplätzen. Aktuell steht die „Ruhrpottschmiede“ auf Rang sechs.

Kurz vor dem vierten Advent hatte der TUSEM in der eigenen Arena guten Grund zum Feiern. Gegen den TV Großwallstadt holten die Essener einen verdienten Sieg, der im Anschluss gemeinsam mit den Fans gefeiert wurde. Dieses Mal durfte Youngster Nils Homscheid die „Humba“ anstimmen.

Doch von vorn. Die Essener waren vor dem Gegner gewarnt, vor allem vor der Wurfgewalt aus dem Rückraum und vor Top-Torjäger Savvas Savvas. Aber sie waren eben auch gut auf die Unterfranken eingestellt, die Abwehr war von Beginn an hellwach und packte beherzt zu. Der Innenblock um Dennis Szczesny und Malte Seidel ließ kaum etwas zu und hielt die starken Schützen der Gäste oft sehr gut vom Tor fern. Der TUSEM hat den TVG häufig zu schwierigen Abschlüssen gezwungen und wurde durch Fehlwürfe belohnt.

Auf der anderen Seite lief vieles nach Plan. Die Gastgeber fanden oft in ihr Tempospiel und hatten eine gute Ausbeute. Unter anderem wurden die Kreisläufer in Szene gesetzt, aber auch der Rückraum hatte ordentlich Kraft im Arm und zeigte sich präzise. Lucas Firnhaber erarbeitete sich gute Möglichkeiten und platzierte einige Bälle im Tornetz, Dennis Szczesny war vor allem mit Durchbrüchen erfolgreich. In vielen Situationen kam Großwallstadt nicht hinterher.

Dementsprechend konnte sich der TUSEM einen Vorsprung erspielen und diesen bis zur Pause ausbauen. Den spektakulären Schlusspunkt der ersten Halbzeit setzte Firnhaber, der einen Freiwurf direkt verwandelte und die Kugel im Winkel zum 19:14 unterbrachte. Die Stimmung bei den Fans in der Arena war bestens und das alles schien der Mannschaft Schwung für den zweiten Durchgang zu geben.

In der Defensive blieben die Essener stabil, konnten viele Abschlüsse der Gäste verhindern. Unter anderem schaffte es Justin Mülller innerhalb eines Angriffs gleich dreimal die Versuche des Gegners zu blocken, ehe Torwart Sebastian Bliß dann noch mit einer Parade zur Stelle war. Den Hausherren war in vielen Phasen des Spiels eine große Entschlossenheit anzusehen, die letztendlich auch belohnt wurde – nicht nur in der Abwehr, sondern eben auch im Angriff.

Fast jeder Spieler konnte sich in die Torschützenliste eintragen, was es für Großwallstadt schwer berechenbar machte. Der TVG lief ab der 50. Minute einem Sieben-Tore-Rückstand hinterher, womit die Entscheidung im Prinzip schon gefallen war. Aber er gab sich nicht auf, kam durch die individuelle Klasse von Savvas Savvas, Tom Jansen und Mario Stark noch einmal heran. Auch, weil der TUSEM etwas nachließ und nicht mehr ganz so konsequent im Abschluss war. Doch dieses Mal ließ sich der Favorit den Sieg nicht mehr nehmen und gewann mit 32:26.

„Es freut mich, dass wir die zwei Punkte mitnehmen, über 60 Minuten ein sehr geiles Spiel machen und das ist das, woran wir in den kommenden Wochen anknüpfen können. Der Sieg war für uns sehr wichtig und man hat gesehen, was für eine Qualität in der Mannschaft steckt“, freute sich Lucas Firnhaber nach dem Heimerfolg.

Auch Trainer Jamal Naji hatte nicht viel zu meckern: „Das Spiel hätte auch noch ein Stück weit deutlicher ausgehen können, aber Großwallstadt hat mit Savvas Savvas und Tom Jansen zum Beispiel auch sehr viel Qualität. Es gab zwar auch Phasen, die mir nicht so gefallen haben, aber viel zu meckern habe ich nicht und insgesamt haben wir das schon sehr gut gemacht. Wir sind in einer guten Phase gerade und voller Selbstvertrauen.“

Und für die Essener steht noch vor Weihnachten ein echtes Topspiel an. Am Mittwoch (22. Dezember) geht es auswärts gegen den TV Hüttenberg. Anwurf im Sportzentrum Hüttenberg ist dann um 19.30 Uhr.

TUSEM Essen – TV Großwallstadt 32:26 (19:14) TUSEM: Bliß, Diedrich; Beyer, Glatthard (2), Rozman (1), Dangers (3), Homscheid (1), Becher (2), Ignatow (2), Szczesny (8), Müller (2), Firnhaber (5), Seidel, Morante (3), Klingler (3/2). Großwallstadt: Minerva, Adanir; Jansen (4/1), Klenk (2), Babarskas, Bandlow, Bicer (1), Weit (1), Corak, Stark (6), Rink (1), Savvas (8/1), Busch (2). Siebenmeter: 2/4 – 2/2. Strafminuten: 6 – 6. Schiedsrichter: Völkening/Zollitsch (beide Minden). Zuschauer: 1217.

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