TUSEM feiert überzeugenden Sieg in Wetzlar

10.06.2021 | Spielbericht
TUSEM feiert überzeugenden Sieg in Wetzlar
Der TUSEM Essen hat seinen sechsten Saisonsieg in der Liqui Moly Handball-Bundesliga geholt. Bei der HSG Wetzlar feierte die Mannschaft von Trainer Jamal Naji einen verdienten 30:26 (14:12)-Erfolg.

Nachdem der TUSEM bereits im vergangenen Heimspiel zum ersten Mal wieder vor den eigenen Fans auflaufen durfte, hatte dieses Mal der Gegner aus Wetzlar das Vergnügen. 727 Zuschauer waren in der Rittal-Arena dabei und freuten sich auf das Duell mit dem Team aus Essen. Allerdings kamen die Gäste nicht nach Hessen, um dort Geschenke zu verteilen. Im Gegenteil: der TUSEM wollte die Negativserie beenden und endlich den nächsten Auswärtssieg holen.

In den ersten Minuten taten sich allerdings beide Mannschaften schwer, leisteten sich einige ungenaue Abschlüsse oder Abspielfehler. Aber die Essener fanden schnell in die Spur, waren vor allem in der Abwehr sehr robust. Dennis Szczesny und Tim Zechel hatten im Innenblock viel zu tun, erledigten ihre Aufgabe gegen den torgefährlichen Rückraum der Hausherren aber bestens. Die HSG hatte es schwer einen Weg durch die Defensivreihe zu finden und wenn es mal gelang, dann stand immer wieder auch Sebastian Bliß im Weg. Der Torwart parierte insgesamt elf Abschlüsse.

Und auf der anderen Seite versuchte es der TUSEM immer wieder mit einem Anspiel zum Kreis, was ein ums andere Mal gut funktionierte. Zechel lief sich gut frei und hatte großen Anteil daran, dass die Gäste in Führung gingen und diese ausbauen konnten. Zudem waren die ansatzlosen Würfe von Justin Müller so überraschend für die Gastgeber, dass sie diese nicht verhindern konnten. Es war ein sehr engagierter Auftritt des Aufsteigers, der den Favoriten im Griff hatte und verdientermaßen mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Halbzeitpause gehen konnte (14:12).

Klar war aber auch, dass der TUSEM diese Leistung auch im zweiten Durchgang bringen müsse, um am Ende tatsächlich den Überraschungserfolg zu landen. Und tatsächlich machte die Mannschaft von Trainer Jamal Naji da weiter, wo sie vor der Unterbrechung aufgehört hatte. Sie spielte weiter befreit auf, stand sehr stabil in der Abwehr und lauerte auf Fehler der HSG. Davon erlaubte sie sich einige, weshalb der TUSEM immer wieder in fremder Halle kontern konnte und schnelle Gegenstöße fuhr. Meist waren Lukas Becher oder Dimitri Ignatow für die schnellen Treffer verantwortlich. So erspielten sich die Gäste zwischenzeitlich einen Acht-Tore-Vorsprung (26:18, 50.).

Von Wetzlar kam nicht viel, dennoch gab sich das Team aus Hessen nicht auf. Es verteidigte recht offensiv und mit Manndeckung, versuchte somit den Essenern schnell die Bälle wegzunehmen. Dies gelang ihnen allerdings nicht so wie geplant. Etwas spannend wurde es dennoch, weil der TUSEM zum Teil etwas zu leichtfertig mit seinen Chancen umging und die HSG noch einmal auf vier Tore herankam. Doch viel mehr war an diesem Abend nicht drin, der Aufsteiger ging als der verdiente Sieger von der Platte und jubelte über den zweiten Auswärtssieg der Saison.

„Ich bin maximal stolz auf die Mannschaft. Sie hat sich endlich belohnt und für mich war der imponierendste Moment der Jubel nach dem Spiel. Das war einfach authentisch. Die Jungs haben 60 Minuten lang herausragend verteidigt, vor allem hatten wir einen super Innenblock. Zudem hat Blissi gut gehalten, weshalb wir eine gute Basis hatten. Im Angriff haben wir in der zweiten Halbzeit teilweise zu viele Situationen gehabt, in denen wir fast Wetzlar wieder ein Momentum geschenkt hätten. Das hätten wir cleverer lösen müssen. Aber insgesamt haben die Jungs dennoch einen kühlen Kopf bewahrt und sich den Sieg absolut verdient“, freute sich TUSEM-Trainer Jamal Naji über den Sieg.

In der Liqui Moly Handball-Bundesliga haben die Essener ein paar Tage spielfrei, ehe es am 20. Juni auswärts bei der TSV Hannover-Burgdorf weitergeht. Anwurf in der ZAG Arena ist dann um 16 Uhr.

HSG Wetzlar – TUSEM Essen 26:30 (12:14) Wetzlar: T.Klimpke, Suljakovic, Ivanisevic; Srsen (5), Henningsson (1), Björnsen, O.Klimpke (1), Mirkulovski (1), Weissgerber (3), Holst (3/3), Fredriksen (1), Gempp (2), Mellegard (1), Rubin (4), Lindskog (4). TUSEM: Bliß, Diedrich; Beyer (5/3), Rozman, Durmaz (1), Homscheid, Becher (4), Ignatow (7), Szczesny (2), Müller (2), Firnhaber (1), Seidel, Morante (1), Klingler, Kluth, Zechel (7). Siebenmeter: 3/3 – 3/4. Strafminuten: 6 – 6. Schiedsrichter: Fedtke/Wienrich (Berlin). Zuschauer: 727.

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