TUSEM gelingt die Revanche gegen Eisenach

06.03.2020 | Spielbericht
TUSEM gelingt die Revanche gegen Eisenach
Der TUSEM Essen hat sein Heimspiel gegen den ThSV Eisenach mit 37:28 (18:14) gewonnen und seine Siegesserie ausgebaut. Die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert konnte somit den zweiten Tabellenplatz in der 2. Handball-Bundesliga festigen.

Nur ungern erinnerte man sich in Essen an das Hinspiel gegen die Thüringer. Damals setzte sich der ThSV mit 30:26 durch und brachte dem TUSEM die erste Saisonniederlage bei. Ein weiteres Mal wollte sich das Team von der Margarethenhöhe allerdings nicht geschlagen geben und deswegen ging es motiviert in die Partie. Allerdings ohne Kapitän Jonas Ellwanger, der wegen einer Oberschenkelverletzung kurzfristig ausfiel.

Beide Mannschaften begannen sehr dynamisch, teilweise aber auch hektisch. Die Hausherren erlaubten sich einige technische Fehler, die die Gäste gerne zu ihren Gunsten nutzten. Zuletzt schwächelte der ThSV in der Liga, war damit also umso motivierter endlich wieder zu punkten. Von Unsicherheit war zunächst keine Spur zu sehen, stattdessen schickte Trainer Sead Hasanefendic mutige Spieler auf die Platte. Und das sollte sich lohnen, denn plötzlich führte Eisenach mit 11:10 (20.).

Aber der TUSEM hielt dagegen und steigerte sich in der Abwehr. Torwart Sebastian Bliß entschärfte einige Abschlüsse und seine Vorderleute ließen erst gar nicht so viele Chancen für den Gegner zu. Durch die stabile Abwehr ging es mit Schwung in Richtung ThSV-Tor, wo die Gastgeber immer zielstrebiger wurden und durch Noah Beyer sowie Tim Zechel die Partie drehen und die Führung dann ausbauen konnten. Zur Pause hatte sich der TUSEM ein Vier-Tore-Polster erarbeitet.

Allerdings bestimmten die Thüringer die ersten Minuten des zweiten Durchgangs. Sie holten auf und schöpften wieder Hoffnung, auch weil Alexander Saul im Rückraum immer wieder für Gefahr sorgte. Dennoch sollte der Ausgleich nicht gelingen, stattdessen legten wieder die Essener zu. Gestützt von vielen Paraden des starken Fredrik Genz im Tor, fand der Tabellenzweite immer besser zu seinem Tempospiel. Insgesamt parierte der Keeper in der zweiten Halbzeit zwölf Versuche der Eisenacher und war somit ein wichtiger Faktor dafür, dass der TUSEM seinen Vorsprung wieder ausbauen konnte.

Nachdem ThSV-Rückraumspieler Yoav Lumbroso nach einem Stoß gegen Beyer die Rote Karte gesehen hatte, fehlte es den Gästen an Ideen im Angriff. Zudem offenbarten sie in der Deckung immer wieder Lücken, die die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert für sich nutzte. Dennis Szczesny oder auch Tom Skroblien kamen zu einigen Toren und der ThSV musste dabei zusehen. In der Schlussphase brannte nichts mehr an, am Ende ging der Favorit verdient mit 37:28 vom Feld.

„Hätte mir jemand vorher gesagt, unter diesen Voraussetzungen, dass wir mit neun Toren gewinnen, hätte ich das auf jeden Fall unterschrieben. In der ersten Halbzeit spielen wir nicht schlecht, machen aber einige technische Fehler. Aber hinten raus haben wir das sehr gut gelöst. Fredrik hat wichtige Impulse gesetzt und generell haben wir gute Lösungen im Angriff gefunden. Es war mal seit Langem wieder ein TUSEM-Spiel, bei dem man unsere Spielfreude und das Tempospiel gesehen hat. Damit sind wir sehr zufrieden“, freute sich TUSEM-Trainer Jaron Siewert.

Essens bester Torjäger an diesem Abend, Noah Beyer, war auch glücklich: „Am Anfang war es sehr ausgeglichen, da hatten wir ein paar Probleme. Und wir hatten Glück, dass die Eisenacher in einigen Situationen den Ball nicht reingemacht haben. Aber dann haben wir uns in der Abwehr gefestigt und konnten schnelle Tore machen. Das haben wir in der zweiten Halbzeit dann fortgeführt und Eisenach kam nicht mehr heran. Wenn man auf die Tabelle schaut, war der Sieg sehr wichtig. Aber auch für den Kopf. Wir hatten aus dem Hinspiel eine Rechnung offen und die konnten wir begleichen.“

Für den TUSEM steht nun ein echtes Topspiel an. Nächste Woche Samstag (14. März) geht es zum ASV Hamm-Westfalen. Anwurf in der Westpress-Arena ist um 19.15 Uhr.

TUSEM Essen – ThSV Eisenach 37:28 (18:14) TUSEM: Genz, Bliß; Beyer (10/5), Urios (2), Akakpo (4), Szczesny (4), Ridder (1), Müller (3), Firnhaber (5), Klingler, Kluth, Skroblien (4), Zechel (4). Eisenach: Fehr, Noack; Kikanovic (6), Wöhler (6/5), Ulshöfer, Miljak, Tokic (2), Richardt (2), Alaj, Obranovic (2), Lumbroso, Snajder, Racic (2), Weyhrauch (4), Saul (4). Siebenmeter: 5/6 – 5/5. Strafminuten: 8 – 12 (Disq. Lumbroso, 45.) Schiedsrichter: Dinges (Stutensee) / Schmack (Linkenheim-H.). Zuschauer: 2011.

Newsletter

TUSEM-Newsletter abonnieren und alle Neuigkeiten rund um den TUSEM Essen aus erster Hand erfahren.