TUSEM gewinnt das letzte Spiel der Saison

11.06.2022 | Spielbericht
TUSEM gewinnt das letzte Spiel der Saison
Der TUSEM Essen hat das letzte Saisonspiel in der 2. Handball-Bundesliga für sich entschieden. Beim HC Empor Rostock setzte sich die Mannschaft von Trainer Jamal Naji mit 26:23 (13:12) durch und schließt die Spielzeit 2021/22 damit auf dem achten Tabellenplatz ab.

Zum Abschluss und zum Abschied fuhr der TUSEM-Tross noch einmal einige Kilometer bis zur Ostsee. In seinem letzten Spiel für die Essener wollte Trainer Jamal Naji mit seiner Mannschaft noch einmal erfolgreich sein und das Saisonende positiv bestreiten. Ähnliches hatten natürlich auch die Gastgeber vor, weshalb sich beide Mannschaften über 60 Minuten lang nichts schenkten. Schon von Beginn an gab es immer wieder härtere Zweikämpfe, teilweise etwas zu hart. Auch wenn es für beide Teams sportlich um nicht mehr viel ging, wollte man diese letzte Partie natürlich dennoch gewinnen.

Die Gäste aus dem Ruhrgebiet standen zunächst in der Abwehr sehr ordentlich und hatten im Angriff einige gute Ideen. Eloy Morante und Justin Müller waren die Fädenzieher in der Offensive und hatten damit Erfolg. In der Abwehr kehrte Malte Seidel nach seiner Gehirnerschütterung zurück und brachte noch etwas mehr Stabilität ins Team. Rostock hatte es nicht leicht, kam aber Mitte der ersten Halbzeit besser in das Duell.

Nick Witte und Alexander Schütze brachten die Hanseaten schnell wieder heran und nutzten die Fehler der Essener aus. Diese waren vor dem gegnerischen Tor nun etwas zu fahrlässig und in der Abwehr nicht mehr das Bollwerk aus der Anfangsphase. Dennoch hielt die Führung bis zur Pause, die allerdings mit einer unschönen Szene begann. In der letzten Sekunde traf Essens Lucas Firnhaber – ebenfalls in seinem letzten Spiel für den TUSEM – nach einem Freiwurf einen gegnerischen Spieler im Gesicht. Auch wenn dies keine Absicht war, mussten die Schiedsrichter regelkonform die rote Karte zeigen.

Ohne Firnhaber und in Unterzahl startete das Team von Trainer Naji in den zweiten Durchgang, der nicht einfacher werden sollte. Rostock hatte seine Fans im Rücken und spürte, dass der Heimsieg durchaus möglich ist. Schnell war der Ausgleich geschafft, doch der TUSEM behielt die Nerven. Er ließ sich die Begegnung nicht aus der Hand nehmen und bot den Hausherren einen Kampf auf Augenhöhe. Dimitri Ignatow erzielte einige schnelle und wichtige Treffer, brachte damit sein Team wieder in Front.

In der Schlussphase war es zwar immer noch spannend, zumal Nick Witte die Hoffnung für die Norddeutschen weiterhin leben ließ, doch letztendlich sollte sich der Gast durchsetzen. Der HC Empor verwarf in der entscheidenden Phase den einen oder anderen Ball zu viel, während Ignatow auf der anderen Seite sehenswert per Dreher den verdienten 26:23-Endstand markierte. Ein Ergebnis, das dem TUSEM natürlich gefiel und die nachfolgende, lange Rückfahrt etwas einfacher machte.

„Es war ein sehr hitziges Spiel. Empor wollte diesen Sieg unbedingt, wir aber auch. Diese hitzige Atmosphäre hat uns dann ein bisschen angestachelt, kriegen dann aber einen großen Nackenschlag mit der roten Karte gegen Firnhaber. Aber wir brauchen dieses Mal gar nicht über taktische Dinge zu sprechen, denn die Jungs wollten unbedingt dieses Spiel gewinnen und ihre Mitspieler beschenken, die ihr letztes Spiel gemacht haben. Das hat sehr viel Energie gekostet, aber nach dem Schlusspfiff auch viel Freude gebracht. Es war ein wichtiger Sieg für die Moral und mit Blick auf die neue Saison“, sagte TUSEM-Trainer Jamal Naji nach seinem ebenfalls letzten Spiel für die Essener.

Aber nicht nur Naji wird den Traditionsklub verlassen, sondern auch Noah Beyer, Lucas Firnhaber, Dimitri Ignatow, Viktor Glatthard, Lukas Becher und Tom Bergner. Bei all diesen Spielern bedankt sich der TUSEM für die tolle Zeit und wünscht eine erfolgreiche Zukunft!

Nun steht in der 2. Handball-Bundesliga die Sommerpause an, ehe die neue Saison Anfang September starten wird.

HC Empor Rostock – TUSEM Essen 23:26 (12:13) Rostock: L.Mehler, Malchow; Steidtmann (2/2), M.Schütze (1), D.Mehler, Völzke (1), Witte (5), Hochmuth, A.Schütze (4), Mehrkens, Kohnagel (3), Thümmler (3), Pechstein (2), Lössner (2). TUSEM: Fuchs, Bliß; Ellwanger (1), Glatthard (1), Rozman (1), Dangers (2), Homscheid, Becher (4), Ignatow (5), Szczesny (2), Müller (2), Firnhaber, Seidel, Morante (3/2), Klingler (5/4). Siebenmeter: 2/3 – 6/9. Strafminuten: 8 – 8. Schiedsrichter: Gimmler (Irxleben)/Rips (Magdeburg). Zuschauer: 715.

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