Am Ende hielt es in der Sporthalle „Am Hallo“ niemanden mehr auf seinem Sitz. Das Heimspiel des TUSEM Essen gegen den VfL Lübeck-Schwartau geriet in der Schlussphase zu einer hochspannenden Angelegenheit. Am Ende jubelten zum Leidwesen der allermeisten Fans in der Arena jedoch die Gäste, behielten mit 28:30 die Oberhand und verpassten dem TUSEM den nächsten Nackenschlag. Die Essener zeigten sich in weiten Phasen des Spiels deutlich verbessert im Vergleich zur klaren Auswärtsniederlage in Dresden. In Retroperspektive glich das Spiel stark denen gegen Dormagen (38:40) und Großwallstadt (31:32) – in allen drei Partien war der TUSEM auf Augenhöhe, stand jedoch am Ende ohne Punkte da. Cheftrainer Daniel Haase sah gegen Lübeck jedoch auch Fortschritte im Vergleich zu den Vorwochen: „In der Abwehr haben wir uns verbessert gezeigt, da hat man gesehen, dass wir daran hart gearbeitet haben. Mit etwas mehr Selbstbewusstsein können wir dieses Spiel auch ziehen, wir sind im Moment nicht im Flow. Wir gehen grundsätzlich aber mit einem guten Gefühl aus dem Spiel heraus.“ Zum Leidwesen der Essener hat derweil die Konkurrenz der Essener im Tabellenkeller gepunktet: Vor dem Spiel in Coburg liegt der TUSEM mit 5:21-Punkten auf Platz 16, der 14. Rang ist bereits vier Punkte entfernt.
Coburg ist in einer starken Verfassung – TUSEM setzt auf gute Trainingswoche
Es ist also ordentlich Druck auf dem Kessel für die Essener, die in der Vestestadt auf einen formstarken Gegner treffen werden. Der HSC Coburg steht derzeit auf dem achten Tabellenplatz und hat in den vergangenen Wochen ordentlich Selbstvertrauen gesammelt. Von den letzten neun Ligaspielen gewann Coburg ganze sechs. Vor allem in der heimischen Arena ist die Mannschaft von Trainer Anel Mahmutefendic seit einiger Zeit schwer zu bezwingen, so schickte der HSC bereits Balingen (37:28) oder die Eulen Ludwigshafen (40:28) mit einer Packung nach Hause. Bei den Duellen in der Vorsaison zwischen Coburg und Essen gewann jeweils die Heimmannschaft, der letzte TUSEM-Sieg in Coburg datiert vom 26. Februar 2022. Die Favoritenrolle liegt also sicherlich auf Seiten der Gastgeber, der TUSEM hat sich für Sonntag dennoch einiges vorgenommen: „Wir hatten eine lange, gute Trainingswoche, in der wir viel gemacht haben. Der Ansatz ist auch, die drei letzten Auswärtsspiele ein Stück weit vergessen zu machen. Wenn wir stabil auftreten, können wir in Coburg Punkte holen.“ Auch Rückraumspieler Oskar Kostuj ist zuversichtlich: „Nach den schwierigen letzten Wochen wollen wir gegen einen guten Gegner als Einheit auftreten und alles auf dem Platz lassen, um die Punkte mit nach Essen zu holen.“ Der TUSEM wird sich bereits am Samstag auf den Weg nach Coburg machen und freut sich über viele reisefreudige Fans, die die Essener vor Ort zu unterstützen. Tickets für die Partie gibt es unter https://www.ticket-onlineshop.com/ols/hsc2000/. DYN überträgt ab 16:40 live.
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