Die Essener wurden unter der Woche von der Erkältungswelle getroffen, weshalb sie ohne Noah Beyer und Tom Bergner bei den Rimpar Wölfen auskommen mussten. Zudem half Nils Homscheid in der zweiten Mannschaft des TUSEM aus, weshalb der Rückraumspieler in der Würzburger S.Oliver Arena nicht zur Verfügung stand. Währenddessen konnten die Wölfe noch am Spieltag selbst eine Neuverpflichtung bekanntgeben: spontan wurde Simon Baumgarten (36) reaktiviert, der unter anderem in der 1. Bundesliga Erfahrung sammeln konnte, damals mit dem TVB Stuttgart.
Die Wölfe begannen mutig und mit viel Tempo. Zunächst hatte der TUSEM ein paar Probleme in die Partie zu finden, weshalb sich Rimpar eine erste Führung erspielen konnte. Die Essener dagegen vergaben einige ihrer Chancen, teilweise recht leichtfertig und mussten sich erst in die Begegnung hineinkämpfen. Dies funktionierte aber immer besser, zumal sich die Abwehr von Minute zu Minute stabilisierte. Auch Torwart Sebastian Bliß hatte im ersten Durchgang seinen Anteil daran, dass die Wölfe nicht noch weiter davonziehen konnten und der Spielstand sogar zugunsten der Gäste kippte.
Der TUSEM nutzte die Fehler aus, die nun auch die Gastgeber machten und hatten das Duell nun im Griff. Dank einiger Treffer von Lucas Firnhaber und Justin Müller schafften es die Männer von der Margarethenhöhe noch vor der Pause in Führung zu gehen. Mit einer etwas besseren Torausbeute hätte der Vorsprung sogar noch größer sein können als das 13:14.
Doch offensichtlich hat die knappe Führung gereicht, um mit viel Selbstvertrauen und Rückenwind in die zweite Hälfte zu starten. Der TUSEM legte einen richtig guten Start hin, war in der Abwehr nur schwer zu überwinden und im Angriff durchschlagskräftig. Dennis Szczesny war mit seinen Abschlüssen erfolgreich, aber auch Lukas Becher kam von Linksaußen immer wieder zum Torerfolg. Überragender Mann der Begegnung war aber Sebastian Bliß, der insgesamt auf 21 Paraden und damit auf eine Quote gehaltener Bälle von 52,5 Prozent kam. Dadurch war er ein Erfolgsgarant für den verdienten Auswärtssieg.
Der TUSEM hätte durchaus höher gewinnen können, schraubte im Angriff aber einige Prozente herunter und vergab einige Chancen etwas zu leichtfertig. Dass die Wölfe nicht mehr gefährlich werden konnten, lag nicht nur an Bliß, sondern auch an einigen ungenauen Zuspielen und technischen Fehlern. Diese wussten die Gäste für sich zu nutzen, weshalb das 25:20 aus ihrer Sicht absolut in Ordnung ging.
„Der Sieg war absolut verdient. Ich bin mit vielen Dingen glücklich, mit anderen aber eher weniger. Wir haben sehr gut verteidigt und ihre Würfe so gesteuert, wie wir es gerne haben wollten. Aber wir sind auch sehr nervös in das Spiel gestartet und am Ende hätte ich mir gewünscht, dass wir das Spiel noch ein Tacken souveräner über die Bühne bringen. Da haben wir zu viele Chancen vergeben. Wichtig waren aber die ersten Minuten der zweiten Halbzeit, in denen wir sie fast schon überrannt haben. In der Phase konnten wir unseren Matchplan sauber herunterspielen“, sagte TUSEM-Trainer Jamal Naji nach dem erfolgreichen Auswärtsspiel.
Für die Essener steht nun eine Englische Woche in der Liga an. Zunächst geht es am kommenden Mittwoch (27. Oktober) zuhause gegen den TuS Ferndorf, Anwurf in der Arena „Am Hallo“ ist um 19.30 Uhr. Ehe dann am Samstag (30. Oktober) das Spitzenspiel beim bislang noch ungeschlagenen Spitzenreiter VfL Gummersbach ansteht (18 Uhr).
DJK Rimpar Wölfe – TUSEM Essen 20:25 (13:14) Rimpar: Mallwitz, Wieser; Jäger (2), Schömig (4/3), Böhm, Karle (1), Baumgarten (1), Schmidt (6/1), Kaufmann (1), Dürr, Meyer, Dayan, Kovacic (2), Brielmeier (2), Sauer (1), Merk. TUSEM: Bliß, Diedrich; Glatthard, Rozman, Dangers, Becher (5), Ignatow (3), Szczesny (4), Müller (3), Firnhaber (4), Seidel, Morante (4), Klingler (2). Siebenmeter: 4/5 – 0/4. Strafminuten: 10 – 8. Schiedsrichter: Schmidt (Bochum)/Linker (Recklinghausen). Zuschauer: 787.
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