TUSEM lässt GWD Minden keine Chance

01.04.2021 | Spielbericht
TUSEM lässt GWD Minden keine Chance
Der TUSEM Essen hat in der Liqui Moly Handball-Bundesliga einen klaren Heimsieg gefeiert. Gegen den TSV GWD Minden setzte sich die Mannschaft von Trainer Jamal Naji verdient mit 29:20 (15:9) durch und sammelt wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Nach der bitteren Niederlage gegen die HSG Nordhorn-Lingen (19:22) wollte der TUSEM gegen GWD Minden eine Reaktion zeigen – vor allem im Angriff. Mit einem klaren Plan ging es in das Duell mit dem direkten Konkurrenten, der offensichtlich einige Probleme damit hatte. Die Abwehr der Essener stand sehr stabil und wurde von einem starken Torhüter gestützt. Sebastian Bliß hielt allein in der ersten Halbzeit 52 Prozent der Abschlüsse und trieb die Mindener damit zur Verzweiflung. Zudem konnten Tim Zechel und Malte Seidel einige Würfe blocken, weshalb die Hausherren in den ersten zehn Minuten ohne Gegentor blieben.

Und im Angriff legten sie einen nach dem anderen nach. Angeführt von Justin Müller spielte der TUSEM seine Spielzüge clever und geduldig zu Ende, wenn es sein musste. Aber wenn Tempospiel möglich war, dann ging es eben auch schneller. Beides funktionierte, die Gastgeber ließen kaum Chancen auf der Strecke und erspielten sich ein komfortables Fünf-Tore-Polster schon nach 15 Minuten. Zwar erlaubten sie sich kurz vor der Pause eine kleine Schwächephase und scheiterten gelegentlich an Torhüter Malte Semisch, doch sie bekamen schnell den Dreh und waren wieder in der Spur.

Das 15:9 zur Pause war eine sehr gute Ausgangslage für den zweiten Durchgang, in den die Essener genauso motiviert und selbstbewusst starteten, wie sie den ersten beendeten. Minden fiel weiterhin nicht viel ein, im Angriff war einfach kaum ein Durchkommen möglich. Die Abwehr des TUSEM spielte sehr diszipliniert und leidenschaftlich, nur Juri Knorr konnte hin und wieder mal durchbrechen. Doch der Nationalspieler war mit fünf Treffern schon der mit Abstand beste Schütze seiner Mannschaft, die sich auch in der zweiten Halbzeit reichlich Fehler leisteten – sowohl im Abspiel als auch im Abschluss.

Den TUSEM freute es, er spielte wie aus einem Guss und ließ sich diesen Heimsieg nicht mehr nehmen. Es war nur noch eine Frage der Höhe und mit letztendlich neun Toren Vorsprung zu gewinnen ist nicht nur eine starke Leistung, sondern absolut verdient. Unter anderem sah man Eloy Morante den Siegeswillen an, in den Zweikämpfen in der Defensive, aber auch bei seinen Abschlüssen. An diesem Abend lief aus Essener Sicht alles nach Plan.

„Wir waren unfassbar diszipliniert. Das ist das, was ich vor dem Spiel maximal eingefordert hatte. Blissi hat uns im Tor eine große Sicherheit gegeben und dazu hat Malte Seidel phänomenal verteidigt. Es hat fast alles bei uns gepasst – es war konsequent, es war schnell, wir hatten viele Tempowechsel. Ich werde dieses Mal das Haar in der Suppe nicht finden. Wir schauen weiter nach vorn und hamstern alle Punkte, die wir kriegen können“, freute sich Trainer Jamal Naji nach dem Sieg.

Auch Torwart Sebastian Bliß war glücklich: „Mir fällt nichts ein, was nicht nach Plan gelaufen wäre. Wir haben es Minden sehr schwer gemacht und es lief eben richtig gut. Über 60 Minuten war es eine starke Leistung von uns allen. Dieser Sieg tut richtig gut und macht uns Mut für die nächsten Wochen.“

Für den TUSEM steht nach dem Osterwochenende ein Auswärtsspiel bei der MT Melsungen auf dem Spielplan. Anwurf ist am 8. April um 19 Uhr (Rothenbach Halle).

Tusem Essen – GWD Minden 29:20 (15:9) TUSEM: Bliß, Diedrich; Beyer (3), Rozman (1), Durmaz (1), Homscheid, Becher (2), Ignatow (1), Müller (5/2), Firnhaber (3), Seidel, Morante (4), Klingler (6/1), Wolf, Ingenpaß, Zechel (3). Minden: Lichtlein, Semisch; Richtzenhain (2), Zeitz, Rambo (1), Korte, Thiele (1), Janke (1), Schluroff (1), Padshyvalau, Strakeljahn, Knorr (5/2), Pehlivan, Staar (2), Kranzmann (4), Gulliksen (2). Siebenmeter: 3/5 – 2/3. Strafminuten: 6 – 10. Schiedsrichter: Linker (Recklinghausen) / Schmidt (Bochum).

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