TUSEM mit ärgerlicher Niederlage in Nordhorn-Lingen

28.03.2021 | Spielbericht
TUSEM mit ärgerlicher Niederlage in Nordhorn-Lingen
Der TUSEM Essen hat das Auswärtsspiel in der Liqui Moly Handball-Bundesliga bei der HSG Nordhorn-Lingen verloren. Im Duell gegen den direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt unterlag das Team von Trainer Jamal Naji mit 19:22 (10:7).

Für beide Mannschaften ging es in dieser Begegnung um ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf. Um den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze zu halten, standen der TUSEM, aber auch die HSG unter Zugzwang. Die Essener ließen sich zu Beginn jedoch nichts von dem Druck anmerken, starteten nahezu optimal. Im Angriff zogen sie ihr Tempospiel durch und ließen kaum eine Chance liegen. In der Abwehr verteidigten sie stark, hielten die Hausherren weit vom Tor fern. Auch Torhüter Lukas Diedrich war in der Anfangsphase mehrfach zur Stelle. So gelang Nordhorn-Lingen in den ersten 17 Minuten nur ein Treffer. Der TUSEM konnte dagegen schon sieben erzielen.

Allerdings lief es fortan für die Emsländer besser. In der Defensive stabilisierten sie sich und nutzten ihre Möglichkeiten im Angriff nun besser aus. Der Ex-Essener Georg Pöhle und der erfahrene Rechtsaußen Robert Weber trieben ihre Mannschaft an und sorgten dafür, dass sie aufholen konnte. Auf der anderen Seite hielt Dimitri Ignatow dagegen, der TUSEM-Rechtsaußen verwertete einige schnelle Angriffe. Doch insgesamt ließ das Team der Ruhrpott Schmiede nach, weshalb es nur mit einem Drei-Tore-Vorsprung in die Pause ging. Dabei wäre mehr möglich gewesen.

Dennoch war es eigentlich eine gute Grundlage für einen erfolgreichen zweiten Durchgang. Die Chance auf den so wichtigen Sieg war da. Allerdings wehrte sich vor allem einer dagegen: Björn Buhrmester. Der Torhüter der Hausherren war mehrfach mit seinen Paraden zur Stelle und sollte letztendlich sogar auf eine Quote von 50 Prozent gehaltener Abschlüsse kommen. Immer wieder verzweifelten die Essener am Schlussmann der HSG, unter anderem scheiterten Noah Beyer, Felix Klingler und Dimitri Ignatow per Siebenmeter an Buhrmester.

Diese Paraden gaben seinen Mitspielern Mut und Sicherheit. Es lief immer besser für Nordhorn-Lingen, weshalb die Partie schließlich auch kippte. Plötzlich wirkte der TUSEM nervös, auch weil es im Angriff nicht mehr so gut lief. Zwar arbeitete die Abwehr weiterhin hart, doch in der Offensive blieb der Lohn dafür aus. Die Essener vergaben zu viele Chancen und verloren die Bälle zu häufig. So ging es schnell in die andere Richtung, wo meistens Robert Weber zur Stelle war und letztendlich elf Treffer für sich verzeichnen konnte. Der TUSEM steckte nicht auf, doch die Bemühungen kamen letztendlich zu spät, um die Niederlage noch abzuwenden.

„Wir haben es insgesamt 55 Minuten lang mega gut verteidigt, das hätte normalerweise für einen Sieg reichen müssen. Aber dieses Spiel haben wir im Angriff verloren. Wir haben zu viele gute Chancen vergeben, unter anderem die Siebenmeter. Da hat Nordhorn letztendlich einfach weniger liegengelassen. Uns haben am Ende auch die Wechselmöglichkeiten gefehlt, deswegen hatten Eloy Morante oder Justin Müller auch sehr viel Last zu tragen. Die Niederlage ist sehr ärgerlich und natürlich ist die Enttäuschung groß. Aber wir ärgern uns jetzt, haken es schnell ab und arbeiten weiter“, sagte TUSEM-Trainer Jamal Naji nach der Niederlage.

Für die Essener geht es nun mit einem Heimspiel weiter, am 1. April ist der nächste Konkurrent im Abstiegskampf zu Gast, in diesem Fall GWD Minden. Anwurf in der Arena „Am Hallo“ ist um 19 Uhr.

HSG Nordhorn-Lingen – TUSEM Essen 22:19 (7:10) Nordhorn: Ravensbergen, Buhrmester; Torbrügge, Leenders, Weber (11/5), Mickal (2), Miedema (1), Stegefelt, Terwolbeck, de Boer (1), Zare, Vorlicek (1), Visser (4), Possehl (1), Pöhle (1), Kalafut. TUSEM: Bliß, Diedrich; Beyer (1), Rozman, Durmaz (1), Homscheid, Becher (1), Ignatow (6), Müller (6), Firnhaber, Seidel (1), Morante (3), Klingler, Wolf, Ingenpaß, Zechel. Siebenmeter: 5/5 – 2/6. Strafminuten: 16 (Disq. Mickal, 59.) – 6. Schiedsrichter: Hartmann (Magdeburg)/ Schneider (Irxleben).

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