TUSEM mit guter Leistung in Flensburg

16.12.2020 | Spielbericht
TUSEM mit guter Leistung in Flensburg
Der TUSEM Essen musste im Auswärtsspiel bei der SG Flensburg-Handewitt zwar eine Niederlage einstecken, zeigte über weite Strecken der Partie aber eine gute Leistung. Letztendlich musste sich die Mannschaft von Trainer Jamal Naji dem Champions-League-Teilnehmer mit 28:35 (14:18) geschlagen geben, hielt aber lange gut mit.

Jede Mannschaft, die nach Flensburg reist, hat es nicht einfach. Die Mannschaft von Trainer Maik Machulla ist eine Heimmacht, hat sein 43 Spielen in eigener Halle nicht mehr verloren. Für den TUSEM war klar, dass diese Aufgabe kaum lösbar ist, wollte sich aber teuer verkaufen. Und das zeigten die Gäste von Beginn an. Die Abwehr war gut auf die starke Offensive der Norddeutschen eingestellt und ließ nicht viel zu. Allerdings schaffte es der deutsche Nationalspieler Johannes Golla doch immer wieder sich in eine gute Position zu bringen und zeigte sich sehr abgezockt.

Die Essener spielten ohne Druck und trauten sich einiges zu. Im Angriff hatten sie immer wieder gute Ideen und spielten mutig nach vorne. Nicht immer mit der vollen Genauigkeit, weshalb sich die Flensburger leicht absetzen konnten. Das Spitzenteam nahm die Aufgabe sehr ernst und bot ein Top-Team auf. So auch im Tor, Torbjörn Bergerud war nur schwer zu bezwingen. Dennoch fanden die Gäste immer wieder einen Weg vorbei am Flensburger Schlussmann und hielten gut mit. Der Vier-Tore-Rückstand zur Pause konnte sich sehen lassen. Immer wieder musste sich der Favorit in der ersten Halbzeit etwas einfallen lassen, um zum Torerfolg zu kommen – ein Verdienst der guten Essener Deckungsarbeit.

Auch im zweiten Durchgang traute sich der TUSEM eine Menge zu, scheute sich unter anderem nicht davor einen Kempa-Trick zu wagen oder sich auch mal im Eins-gegen-Eins durchzusetzen. Dies gelang Eloy Morante sehr gut, mit seinem Willen marschierte er in Richtung Tor und wurde mit insgesamt fünf Treffern belohnt. Auch Justin Müller preschte immer wieder vor und bediente seine Mitspieler. Man merkte der Mannschaft aus dem Ruhrgebiet an, dass sie ohne Druck spielen konnte und ließ sich dadurch vom Spitzenteam nicht abhängen.

Allerdings konnte sich die SG Flensburg-Handewitt auch auf die individuelle Klasse ihrer Spieler verlassen. Mads Mensah, Magnus Rod und Hampus Wanne waren nur schwer zu stoppen und machten in der Schlussphase richtig ernst. Dazu kamen einige Abspielfehler und ungenaue Abschlüsse des TUSEM, weshalb der Rückstand immer weiter anwuchs. Doch den Essener muss man zugutehalten, dass sie sich nicht aufgaben und weiterhin mutig auftraten. Die Höhe des Endergebnisses von 28:35 viel etwas zu deutlich aus, war aber ohnehin eher zweitrangig. Denn vor allem die Leistung war es, an die der Aufsteiger in den kommenden Begegnungen anknüpfen kann.

"Ich bin tatsächlich ganz zufrieden, die Jungs haben das gut gemacht. Am Ende war es dann auch die hohe Qualität von Flensburg, die das Spiel entschieden hat. Sie wussten, dass sie noch eine Schippe drauflegen mussten und das haben sie gemacht. Wir konnten das Spiel dennoch genießen, das war auch der wichtigste Punkt auf unserem Matchplan. Jeder hat gespielt, unter anderem hat ja auch Niklas Ingenpaß ein Tor gemacht und deswegen hat mir das insgesamt sehr gut gefallen. Wir nehmen jetzt viel Selbstbewusstsein mit in das nächste Spiel. Denn wir haben gesehen, dass wir mit einem Spitzenteam wie Flensburg lange konkurrieren können“, sagte TUSEM-Trainer Jamal Naji nach der Niederlage.

Nach der langen Heimfahrt richtet sich der Fokus nun auf die wichtige Partie am kommenden Samstag. Dann trifft der TUSEM in der Arena „Am Hallo“ auf den Mit-Aufsteiger HSC Coburg (Anwurf 20.30 Uhr).

SG Flensburg-Handewitt – TUSEM Essen 35:28 (18:14) Flensburg: Buric, Bergerud; Golla (8), Hald Jensen (2), Svan, Wanne (10/4), Jondal, Steinhauser (4), Heinl, Mensah (3), Sogard, Gottfridsson (2), Holpert, Sikosek, Rod (6). TUSEM: Fuchs, Bliß; Beyer (3/2), Ellwanger (1), Rozman (1), Becher (1), Ignatow, Szczesny (5), Müller (3), Firnhaber (1), Seidel, Morante (5), Klingler (1), Kluth (1), Ingenpaß (1), Zechel (5). Siebenmeter: 5/6 – 2/3. Strafminuten: 6 – 4. Schiedsrichter: Piper (Kiel)/Otto (Syke).

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