Nach zwei Niederlagen zum Start in das neue Jahr, sollte es nun im Heimspiel gegen den HSC Coburg wieder bergauf gehen. Die Essener wirkten jedenfalls fest entschlossen und konnten auf die Unterstützung von mehr als 2400 Fans in der Arena „Am Hallo“ bauen. Und die Gastgeber zeigten sich von Beginn an hellwach, konnten den Gästen einige Bälle stehlen. Die Abwehr stand kompakt und machte einen konzentrierten Eindruck. Coburg hatten durchaus Probleme gefährlich vor das Tor zu kommen und leistete sich einige Fehler.
Im Angriff lief es für die Essener sehr ordentlich, vor allem der wuselige Rückraum fand immer wieder einen schnellen Weg in Richtung Tor. Die wuchtigen Abschlüsse von Felix Göttler oder die Zuspiele von Nils Homscheid auf Kreisläufer Christian Wilhelm waren von den Gästen nicht zu stoppen. So erspielte sich der TUSEM eine schon recht komfortable Führung, die in der 23. Minute schon auf sieben Treffer anwuchs (15:8).
Zudem bewies das Team von der Margarethenhöhe schon im ersten Durchgang viel Kampfgeist und heizte somit der Stimmung in der Halle ordentlich ein. Coburg fand kaum zu seinem Spiel und bekam die Essener nicht so wirklich in den Griff. Wenn der TUSEM mal den Ball nicht im gegnerischen Tor unterbringen konnte, lag es meist an ihm selbst und nicht an den Defensivqualitäten des Gegners. Somit ging die 17:13-Pausenführung absolut in Ordnung.
Im zweiten Durchgang versuchten die Franken den Druck zu erhöhen. Dies gelang phasenweise durchaus, auch wenn das Glück im Abschluss an der einen oder anderen Stelle weiterhin fehlte. Schwer zu bremsen war allerdings Mikael Helmersson, der mit seinen platzierten Würfen aus dem Rückraum dafür sorgte, dass die Gäste immerhin noch ein bisschen hoffen konnten.
Aber der TUSEM rückte kaum von seinem Spiel ab, war in der Abwehr weiterhin sehr kämpferisch und erarbeitete sich das Glück in den 50/50-Situationen. Diese gingen meist an die Hausherren, was natürlich zum Erfolg beitrug. Etwas problematischer war allerdings das Angriffsspiel in der zweiten Hälfte, denn die Coburger ließen ihre Gegner nun nicht mehr so leicht vor das Tor. Es brauchte schon mehr Durchschlagskraft und Genauigkeit. Unter anderem scheiterte der TUSEM gleich dreimal per Siebenmeter an Petros Boukovinas im HSC-Tor.
Aber dass die Essener nicht von der Erfolgsspur abkamen, lag auch an einem gut aufgelegten Dominik Plaue. Der Torhüter wehrte insgesamt zehn Abschlüsse der Coburger ab und war mit seinen Paraden in den wichtigen Phasen des Spiels zur Stelle. Kombiniert mit dem Kampfgeist seiner Vorderleute, einigen richtigen Entscheidungen im Abschluss und der nötigen Coolness, stand dem Heimsieg nichts mehr im Wege. Das 29:23 ging auch in der Höhe in Ordnung.
„Wir haben eine kämpferische Mannschaft gesehen, die die letzten zwei Niederlagen nicht auf sich sitzen lassen wollte. Es war eine gewisse Anspannung in der Trainingswoche zu spüren, aber ich glaube, dass wir sehr emotional verteidigt haben und die gegnerische Abwehr gut bespielt haben. Der Schlüssel war, dass wir ruhig geblieben sind und ein, zwei Wirkungstreffer landen konnten. Die Entwicklung der Mannschaft ist gut, aber wir sind jetzt in einer Phase, in der wir nicht mehr so viel ausprobieren können, sondern Punkte brauchen. Dafür war der Sieg natürlich auch sehr wichtig“, freute sich TUSEM-Trainer Daniel Haase.
Auch Torhüter Dominik Plaue war glücklich: „Wir wussten schon, um was es geht. Die Abwehr hat einfach unwahrscheinlich gut gestanden und viele Fehler bei Coburg provoziert. Dadurch haben wir einfache Tore gemacht, was uns in den letzten Spielen ein bisschen gefehlt hat. Wir hatten auch endlich mal das Glück auf unserer Seite, das wir uns aber auch erarbeitet haben. Den Sieg können wir genießen, aber es geht auch schnell weiter und es ist sehr wichtig, dass wir den Fokus behalten.“ Am kommenden Freitag (28. Februar) geht es für den TUSEM auswärts gegen den VfL Eintracht Hagen um die nächsten Punkte. Anwurf in der Ischelandhalle ist um 19.30 Uhr.
TUSEM Essen – HSC Coburg 29:23 (17:13). TUSEM: Wipf, Plaue; Wilhelm (6), Göttler (5), Hermeling, Wolfram, Homscheid (5), Reimer (5), Eißing, Szczesny (1), Clarius, Szuharev, Neuhaus (1), Kostuj (3), Mast, Werschkull (3). Coburg: Boukovinas, Apfel; Dettenthaler (1), Bis (4), Pavlovskiy, Ossowski, Billek (4), Lisac (1), Krone, Helmersson (5), Knauer (1), J.Valkovskis (2), L.Valkovskis, Röller (2), Schmidt (3/2). Schiedsrichter: Hurst (Berlin)/Krag (Frankfurt). Siebenmeter: 0/3 – 3/4. Strafminuten: 4 – 2. Zuschauer: 2443.
Foto: Dennis Ewert.
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