TUSEM mit starkem Auftritt in Eisenach

16.02.2022 | Spielbericht
TUSEM mit starkem Auftritt in Eisenach
Der TUSEM Essen hat das Nachholspiel in der 2. Handball-Bundesliga deutlich gewonnen. Beim ThSV Eisenach setzte sich die Mannschaft von Trainer Jamal Naji mit 34:28 (17:10) durch und klettert damit in der Tabelle auf den siebten Rang.

Nachdem der TUSEM zuletzt pausieren musste, wollte er nun die ersten zwei Punkte des neuen Jahres einfahren. Dementsprechend motiviert begann das Team aus dem Ruhrgebiet, das offensichtlich gut vorbereitet war. Die offensive 5:1-Deckung des ThSV war im Vorfeld der Partie bekannt, dementsprechend hatten sich die Essener einige Ideen überlegt. Immer wieder fanden sie Lücken in der Abwehr und waren insgesamt recht variabel. Lucas Firnhaber und Justin Müller waren die Aktivposten im Rückraum und offensichtlich nur schwer zu stoppen. Schnell konnten sich die Gäste eine recht komfortable Führung erspielen.

Dies lag aber auch daran, dass Eisenach im Angriff eher unglücklich agierte. Fehlende Präzision, technische Fehler oder Stürmerfouls verhinderten einen engeren Zwischenstand. Dies war auch das Ergebnis harter und konzentrierter Abwehrarbeit, die von einem gut aufgelegten Torhüter Sebastian Bliß gestützt wurde. So stand bereits nach einer Viertelstunde der Spielstand von 3:9 auf der Anzeigetafel – der TUSEM war auf einem guten Weg.

Bis zur Pause änderte sich daran auch nicht viel, denn der ThSV hatte weiterhin einige Probleme, die die Männer von der Margarethenhöhe auszunutzen wussten. Einzig die Paraden von Torhüter Johannes Jepsen verhinderten einen noch deutlicheren Rückstand seitens der Gastgeber. Das 17:10 für den TUSEM war dennoch schon etwas vorentscheidend, jedenfalls wurde die Aufgabe für die Thüringer nicht einfacher.

Doch sie gaben sich nicht auf und versuchten noch einmal alles, um sich wieder heranzukämpfen. Die Abwehr stand etwas stabiler und machte es ihren Gegnern nicht mehr ganz so leicht, zudem waren die Angriffe nun auch etwas erfolgreicher. Zudem musste Essens Kapitän Jonas Ellwanger schon nach 43 Minuten wegen eines Foulspiels mit der Roten Karte vom Feld. In dieser, aber auch in einigen anderen Phasen der Partie, musste der TUSEM in Unterzahl agieren. Doch Eisenach konnte daraus insgesamt nicht sehr viel Kapital schlagen.

Zwar kämpften sie sich bis auf sechs Treffer heran, doch mehr war an diesem Abend nicht mehr drin. Insgesamt waren die Gäste zu abgezockt und hatten im Angriff immer wieder die richtige Antwort parat. Die Hypothek war zu groß, um die Begegnung noch einmal wirklich spannend machen zu können.

Erfreulich auf Seiten des TUSEM war außerdem, dass Youngster Jonas Kämper in seinem erst zweiten Einsatz für das Zweitligateam erneut treffen konnte. Auch seine zwei Treffer sorgten dafür, dass die Mannschaft von Trainer Jamal Naji am Ende als verdienter Sieger von der Platte gehen konnte. Das 34:28 war auch in der Höhe verdient.

„Wir haben über 60 Minuten im Angriff sehr diszipliniert gespielt und hatten wenige Abschlüsse dabei, die nicht richtig waren. Außerdem hatten wir eine geringe Anzahl an technischen Fehlern, was gegen eine so offensive Verteidigung auch nicht selbstverständlich ist. Damit können wir sehr zufrieden sein. Und auch die Abwehr hat über 40 Minuten sehr gut gearbeitet, hatte mit Sebastian Bliß auch einen starken Rückhalt. In den letzten Minuten war Eisenach zu oft erfolgreich, dennoch ist es für uns ein herausragendes Ergebnis. Wir konnten viele Dinge gut umsetzen“, sagte TUSEM-Trainer Jamal Naji nach dem Auswärtssieg.

Schon am Samstag (19. Februar) steht die nächste Partie auf fremdem Boden an. Dann geht es zum Topspiel gegen den ASV Hamm-Westfalen, Anwurf in der Westpress-Arena ist um 19.15 Uhr.

ThSV Eisenach – TUSEM Essen 28:34 (10:17) Eisenach: Lucin, Jepsen; Wöhler, Potisk (3), Hangstein (7/3), Ulshöfer, Walz (1), Hideg (1), Tokic (5), Sousa (1), Dicker, Donker, Schneibel (2), Snajder (5), Weyhrauch (1), Saul (2). TUSEM: Bliß, Diedrich; Beyer (3/2), Ellwanger (1), Kämper (2), Glatthard, Dangers (3), Becher (2), Ignatow (4), Szczesny (1), Bergner (2), Müller (6), Firnhaber (4), Seidel (1), Morante (2), Klingler (3). Siebenmeter: 3/4 – 2/4. Strafminuten: 6 – 14 (Disq. Ellwanger, 44.). Schiedsrichter: Köppl (Düsseldorf)/Regner (Nieder-Olm). Zuschauer: 500.

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