TUSEM muss sich Bietigheim geschlagen geben

08.02.2020 | Spielbericht
TUSEM muss sich Bietigheim geschlagen geben
Der TUSEM Essen hat sein Heimspiel gegen die SG BBM Bietigheim knapp verloren. Am Ende musste sich die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert mit 31:32 (15:12) geschlagen geben.

Spannender hätte die Schlussphase in der ausverkauften Arena „Am Hallo“ nicht sein können. Im Spiel zwischen dem TUSEM Essen und der SG BBM Bietigheim rangen beide Teams um den Sieg, die Entscheidung fiel erst Sekunden vor dem Ende. Ein letzter Versuch von Lucas Firnhaber landete am Außenpfosten, weshalb sich die Essener ärgerlicherweise geschlagen geben mussten. Dabei wäre mehr drin gewesen.

Denn die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert startete gut. An der Abwehr der Hausherren prallten die Gäste immer wieder ab, auch Ex-Weltmeister Michael „Mimi“ Kraus hatte seine Schwierigkeiten. Zudem konnte Torhüter Fredrik Genz ein ums andere Mal die gegnerischen Versuche abwehren und dank schneller Angriffe führte der TUSEM mit 4:0. Somit sah sich Bietigheims Trainer Hannes Jon Jonsson gezwungen eine frühe Auszeit zu nehmen. Nun lief es etwas besser für seine Jungs, allerdings wirbelten die Essener weiter. Die starken Justin Müller und Tim Zechel beschäftigten die baden-württembergische Abwehr und fanden immer wieder Lücken. Der Siegeswille war ihnen deutlich anzumerken. Allerdings ließen die Gastgeber gegen Ende der ersten Hälfte etwas nach, so konnte der Erstliga-Absteiger seinen Rückstand verkürzen.

Zunächst legte der TUSEM in der zweiten Halbzeit wieder einen Gang zu und baute den Vorsprung aus. Auch Tom Skroblien brachte die Fans immer wieder zum Jubeln, war allein vom Siebenmeterpunkt schon sechsmal erfolgreich. Dennoch hoffte die SG BBM Bietigheim weiterhin auf etwas Zählbares – und das merkte man ihr an. Mimi Kraus zeigte, wie wichtig er für seine Mannschaft im Spielaufbau ist und setzte seine Mitspieler immer wieder gut in Szene. So kamen Jonas Link oder Dominik Claus dem Essener Tor immer wieder gefährlich nah, teilweise waren sie nicht zu bremsen. Dem TUSEM fehlte nun die letzte Konsequenz in der Abwehr und so kamen die Gegner in der Schlussphase ganz nah heran.

Rund zehn Minuten vor dem Ende dann der Ausgleich. Jetzt stand die Begegnung auf der Kippe, aber Müller und Zechel übernahmen Verantwortung und marschierten weiter voran. Beim Stand von 29:28 (55.) sah es so aus als könne sich der TUSEM vielleicht doch wieder absetzen, aber diese Chance verpasste er. Stattdessen schlichen sich einige Abspielfehler ein, von denen die Gäste profitierten. So auch in der letzten Spielminute, als Link erneut zu leicht den Weg zum Essener Tor fand und zum 32:31 für die SG treffen durfte. Der anschließende Versuch von Lucas Firnhaber landete nur am Außenpfosten.

„Bei uns kam leider ein Bruch ins Spiel und wir haben nicht mehr aggressiv und gut verteidigt. Die Fehleranzahl war etwas zu hoch auf unserer Seite. Ich fand schon, dass wir die bessere Mannschaft waren, aber am Ende verlieren wir trotzdem. Bietigheim hat gemerkt, dass noch was möglich ist, indem wir sie zu einfach haben herankommen lassen. Wir hätten den Sack zumachen müssen, haben das aber nicht geschafft und nicht dagegengehalten. Dass wir nicht einmal einen Punkt am Ende haben, tut einfach weh“, ärgerte sich TUSEM-Trainer Jaron Siewert.

Auch Rechtsaußen Felix Klingler war enttäuscht: „Wir haben viele technische Fehler gemacht. Hätten wir schon in der ersten Halbzeit zwei, drei Tore mehr gemacht, dann wäre es für Bietigheim schwer geworden. Aber dann haben sie eben leider auch clevere Spieler, die es gut gemacht haben. Vielleicht hatten wir die Angst vor dem Gewinnen, wie man so schön sagt. Wir haben die Tür immer wieder offen gelassen und Bietigheim eingeladen. Die Niederlage ist schon ziemlich bitter, wir hätten das Spiel eigentlich gewinnen müssen.“

Für den TUSEM geht es nun zum TV Hüttenberg. Anwurf ist am Samstag, den 15. Februar um 19.30 Uhr im Sportzentrum Hüttenberg.

TUSEM Essen – SG BBM Bietigheim 31:32 (15:12) TUSEM: Genz, Bliß; Beyer, J.Ellwanger (2), Urios, Akakpo, Szczesny, Müller (5), Firnhaber (5), Klingler (3), Kluth, Skroblien (10/6), Zechel (6). Bietigheim: Maier, Müller; Vlahovic (1), Rentschler (4), Claus (7), Öhler, Kraus (5), Schäfer (5/3), M.Urban, Ronningen (1), Dahlhaus, Link (5), Asmuth, L.Urban, Boschen, Fischer (4). Siebenmeter: 6/7 – 3/3. Strafminuten: 2 – 10. Schiedsrichter: Fedtke/Wienrich (Berlin). Zuschauer: 2578 (ausverkauft).

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