TUSEM schlägt Hamburg und baut Serie aus

10.11.2019 | Spielbericht
TUSEM schlägt Hamburg und baut Serie aus
Der TUSEM Essen hat in der 2. Handball-Bundesliga den nächsten Sieg gefeiert. Am elften Spieltag setzte sich die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert mit 35:28 (16:15) gegen den HSV Hamburg durch. Das war bereits der vierte Erfolg in Serie.

Der Jubel in der Arena „Am Hallo“ fiel mal wieder groß aus – und das nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Der TUSEM gewann am Ende einer umkämpften Partie gegen den HSV Hamburg und baute damit sogar die Tabellenführung aus. Doch so deutlich sich das Ergebnis liest, ganz so einfach war es nicht.

Die Hamburger kamen nicht nur mit Niklas Weller, einem der besten Torjäger der Liga, nach Essen, sondern auch mit viel Motivation. Die eingespielte Mannschaft vom Ex-Essener Torsten Jansen wollte den Spitzenreiter ärgern und ihm das Leben so schwer wie möglich machen. Und tatsächlich: der TUSEM hatte phasenweise einige Probleme.

Nach gutem Auftakt, für den vor allem Lucas Firnhaber verantwortlich war, wurden die Essener vor schwierige Aufgaben gestellt. Der HSV verteidigte nun offensiver und zwang die Gastgeber so zu ungenauen Abschlüssen und technischen Fehlern. Plötzlich lief es nicht mehr so flüssig, wie in den ersten Minuten. Die Gäste fanden immer wieder eine Lücke in der gegnerischen Abwehr und spielten mutig. Zwar blieb der TUSEM zunächst in Front, doch der HSV gab sich zu keinem Zeitpunkt der ersten Halbzeit auf. Philipp Bauer oder auch Niklas Weller standen oft genau richtig und netzten ein. Aber die Hausherren hatten oft eine gute Antwort parat und konnten sich etwas absetzen. Allerdings hielt der zwischenzeitliche Fünf-Tore-Vorsprung nicht lange an, denn der HSV holte auf. So gingen die Mannschaften beim Stand von 16:15 in die Kabinen. Der Zwischenstand versprach eine packende zweite Halbzeit. Und den besseren Start erwischten die Hansestädter. Denn kurz nach dem Wiederanpfiff gingen sie sogar in Führung, den Essenern drohte das Spiel zu entgleiten. Hamburg spielte mutig und zielstrebig, aber der TUSEM wehrte sich. Die Abwehr wurde immer stabiler und im Angriff blieben wenige Chancen auf der Strecke. Schnell war die Partie wieder gedreht und prompt hatten die Norddeutschen ihre Probleme. Die Gastgeber waren in der Deckung hellwach und konnten einige Bälle stehlen. Daraufhin ging es schnell in Richtung HSV-Tor, vor dem sich vor allem Noah Beyer ein ums andere Mal eiskalt zeigte. Das Tempospiel des TUSEM ging nun voll auf. Und so konnten sich die Essener recht deutlich absetzen, was es den Gästen nahezu unmöglich machte diesen Rückstand noch aufzuholen. Richtig spannend wurde es in der Schlussphase nicht mehr, denn die Jungs von der Margarethenhöhe ließen nicht mehr viel zu. Am Ende stand ein umkämpfter, aber verdienter Sieg für den TUSEM zubuche.

„Das war keine gute Leistung von uns, trotzdem haben wir gewonnen – das ist das Positive. Wir haben die Vorsprünge zu leicht hergegeben, deswegen bin ich recht unzufrieden. Wir hatten richtig Mühe in der zweiten Halbzeit das Spiel für uns zu entscheiden. Wir standen uns selbst im Weg und haben es uns durch einige Fehler schwer gemacht. Hinten raus haben wir es gut gelöst, das spricht für die Qualität der Mannschaft. Sie hat sich in der wichtigen Phase auf ihre Stärken besinnt und so kamen wir zum Sieg. Wir wissen, dass wir noch einige Punkte verbessern müssen, aber jetzt sind wir erstmal froh über die zwei Punkte“, sagte TUSEM-Trainer Jaron Siewert nach dem Sieg.

Für den TUSEM steht nun wieder ein Auswärtsspiel an. Am kommenden Samstag (16.11.) geht es gegen den TV Emsdetten. Anwurf in der Ems-Halle ist um 19 Uhr.

TUSEM Essen – HSV Hamburg 35:28 (16:15) TUSEM: Bliß, Genz; Beyer (11/6), J.Ellwanger (5), Urios (1), Akakpo (3), Szczesny (1), Ridder, Müller (3), Firnhaber (5), Seidel, Klingler (3), Skroblien, Zechel (3). Hamburg: Van den Beucken, Kokoszka, Edvardsson; Fick, Lackovic, Tissier (2), Weller (8/1),Ossenkopp (2/1), Gertges (2), Fuchs, Bauer (9), Forstbauer (3), Bergemann (2), Kleinedam, Vogt. Siebenmeter: 6/7 – 2/4. Strafminuten: 10 – 14. Schiedsrichter: Standke (Wendeburg) / Heine (Göttingen). Zuschauer: 2321.

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