TUSEM verliert auch das Derby in Hagen

08.04.2022 | Spielbericht
TUSEM verliert auch das Derby in Hagen
Der TUSEM Essen hat sein Auswärtsspiel am 30. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga verloren. Im Derby beim VfL Eintracht Hagen hieß es am Ende 28:32 (10:16) aus Sicht der Mannschaft von Trainer Jamal Naji, die weiterhin auf Tabellenplatz vier steht.

Nach dem verlorenen Spiel gegen den Spitzenreiter Gummersbach (28:32) konnte der TUSEM mit Markus Dangers und Jonas Ellwanger immerhin wieder auf zwei weitere Kräfte nach Corona-Infektion zurückgreifen. In Hagen wollten die Gäste nicht nur die jüngste Niederlage, sondern auch das Ergebnis aus dem Hinspiel (28:29) vergessen machen. Doch einfach wurde es in der Krollmann Arena nicht, denn die Eintracht startete ebenfalls motiviert in dieses Derby.

Der TUSEM wirkte in der ersten Halbzeit insgesamt noch nicht allzu stabil, sowohl in der Abwehr als auch in den Abschlüssen. Er erspielte sich viele gute Möglichkeiten, ließ diese jedoch teilweise zu leichtfertig auf der Strecke. Unter anderem scheiterten Tim Rozman oder Noah Beyer am gut aufgelegten Torhüter der Hausherren. Mats Grzesinski war mehrfach zur Stelle und heizte mit seinen elf Paraden in der ersten Hälfte die Stimmung in der Halle ordentlich an. Seiner Mannschaft gab dies Selbstvertrauen und Rückenwind. Vor allem durch den starken Rückraummann Pouya Norouzinezhad war der VfL brandgefährlich, ebenso über Theo Bürgin auf Linksaußen.

Die Essener fanden nicht so recht in ihr Tempospiel und schon gar nicht in einen Lauf. Zu häufig scheiterten sie an Grzesinski und mussten damit einem deutlichen Rückstand hinterherlaufen. Zwischenzeitlich zogen die Hagener sogar auf sechs Tore davon (13:7, 25) und hätten noch deutlicher führen können. Mit einer mageren Abschlussquote von 40 Prozent ging der TUSEM in die Kabine. Es musste sich also schnell etwas ändern, wenn es doch noch was werden sollte mit dem Auswärtssieg.

Und tatsächlich schien Trainer Jamal Naji in der Pause einige richtige Worte gefunden zu haben. Denn die ersten Minuten gehörten klar den Gästen von der Margarethenhöhe. Die Abwehr war nun wacher und fing einige Pässe der Gegner ab, woraufhin es schnell in die andere Richtung ging. Unter anderem waren Justin Müller und Eloy Morante sehr zielstrebig unterwegs und brachten ihre Mannschaft somit wieder heran. Dank einer zudem kämpferischen Leistung stand es plötzlich nur noch 19:20 aus Sicht des TUSEM (40.), der nun drauf und dran war das Derby zu drehen.

Allerdings erlaubte er sich in genau dieser entscheidenden Phase zu viele einfache Fehler. Sowohl im Passspiel als auch im Abschluss gelang es den Gästen nicht die Angriffe zu vollenden. Stattdessen lief Hagen einige Gegenstöße und schraubte seine Führung wieder nach oben. Jan-Lars Gaubatz war neben Norouzinezhad einer der erfolgreichen Schützen bei den Hausherren und sorgte dafür, dass sich die Eintracht in der Schlussphase entscheidend absetzen konnte. Der TUSEM bemühte sich zwar, scheiterte an diesem Abend jedoch zu häufig am gegnerischen Torhüter und an der eigenen Ausbeute. Somit ging das Team von Trainer Jamal Naji auch in diesem Derby leer aus und muss sich weiterhin mit Tabellenplatz vier begnügen.

„Das war wieder eine frustrierende Niederlage für uns. Das Paraden-Verhältnis der Torhüter spricht Bände und wir haben leider unglaublich viele freie Bälle liegengelassen. Spielerisch waren wir gut genug uns diese Chancen zu erspielen, aber in solchen Phasen zweifelt man vor dem Tor an sich selbst und scheitert eben an einem überragenden Torhüter. Uns fehlte leider die Torhüter-Unterstützung und in der zweiten Halbzeit hat die Aufholjagd auch sehr viel Kraft gekostet. Wir hätten das Momentum auf unserer Seite haben können, vergeben da aber zwei klare Dinger. Am Ende ist die Niederlage dementsprechend auch verdient“, sagte Jamal Naji.

Für den TUSEM steht nun in der Liga eine kurze Osterpause an, ehe es am 22. April mit einem Heimspiel gegen den ThSV Eisenach weitergeht. Anwurf in der Arena „Am Hallo“ ist dann wieder um 19.30 Uhr.

VfL Eintracht Hagen – TUSEM Essen 32:28 (16:10). Hagen: Umejiwgo, Grzesinski; Bürgin (4), Bednar, Norouzinezhad (9/1), Queckenstedt, Pröhl (4), Bratzke, Kraus, Vorlicek (5), Athanassoglou (2), Gaubatz (5), Kister, Mestrum (2), Andrejew (1). TUSEM: Bliß, Diedrich; Beyer (3/2), Ellwanger (1), Glatthard, Rozman (2), Dangers, Becher (1), Ignatow, Szczesny (4), Bergner, Müller (4), Firnhaber (3), Seidel, Morante (5), Klingler (5/2). Schiedsrichter: Ribeiro (Diepholz)/Fratczak (Geldern). Siebenmeter: 1/2 - 4/7. Strafminuten: 8 – 4. Zuschauer: 921.

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