TUSEM weiter ungeschlagen

14.09.2019 | Spielbericht
TUSEM weiter ungeschlagen
Der TUSEM ist in der 2. Handball-Bundesliga weiter auf Kurs. Im Heimspiel gegen den TV Hüttenberg gelang der Mannschaft ein verdienter 33:28 (17:14)-Erfolg.

Spitzenreiter für mindestens eine Nacht – der TUSEM Essen setzt seinen Positivtrend fort und feiert den dritten Sieg im vierten Spiel. Doch der Weg dahin war längst kein einfacher, denn die Gäste aus Hessen erwiesen sich als ein unangenehmer Gegner.

Von Beginn an ging es auf der Platte ordentlich zur Sache, die Zuschauer in der Arena „Am Hallo“ sollten einiges geboten bekommen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kamen die Essener immer besser ins Spiel und konnten den 0:2-Rückstand schnell drehen. Vor allem Linksaußen Noah Beyer war mit seinen Treffern in der Anfangsphase ein wichtiger Faktor, warum das Spiel schnell zugunsten der Hausherren kippte. Zudem stand die Abwehr der Essener recht stabil, nicht zuletzt, weil Torhüter Frederik Genz erneut einige Versuche der Hessen parierte.

Gegen Mitte der ersten Halbzeit hatte sich der TUSEM einen Vier-Tore-Vorsprung erarbeitet, was die Aufgabe für die Gäste nicht einfacher machte. Allerdings wurde es kurz vor der Pause noch einmal eine recht zähe Angelegenheit mit Zeitstrafen auf beiden Seiten. Dementsprechend war beim Halbzeitstand von 17:14 zwar eine gute Ausgangslage geschaffen aus Sicht der Gastgeber, doch es stand noch ein hartes Stück Arbeit an.

Hüttenberg investierte noch einmal viel und wurde dafür belohnt. Markus Stegefelt war zu Beginn der zweiten Hälfte von der Essener Deckung nicht aufzuhalten und verkürzte auf ein Tor (17:16, 33.). Der TUSEM hatte gut zu tun und musste sich mit allem, was er hat, wehren. Auch Rückraumspieler Björn Zintel war einer der Aktivposten bei den Gästen, kam letztendlich sogar auf acht eigene Treffer. Ausgerechnet in dieser wichtigen Phase musste er dann auch noch einen Rückschlag einstecken: Kreisläufer Tim Zechel sah die Rote Karte und musste somit vom Feld.

Doch der Platzverweis sorgte für einen Ruck in der Mannschaft von der Margarethenhöhe und motivierte sie offensichtlich. Denn fortan lief es recht ordentlich und die Hüttenberger konnten wieder auf Abstand gehalten werden. Unter anderem durch Tore von Dennis Szczesny und Lucas Firnhaber wuchs der Vorsprung weiter an und somit kam in der Schlussphase keine Spannung mehr auf. Am Ende feierte der TUSEM einen souveränen, aber hart erkämpften 33:28-Sieg.

„Unter’m Strich haben wir die nächsten zwei Punkte geholt, darüber können wir uns natürlich nicht beschweren. Es war ein körperbetontes Kampfspiel, in dem wir schon eher höher hätten führen können. Aber leider hatten wir zu Beginn der zweiten Halbzeit Probleme ins Spiel zu finden. Knackpunkt war die Rote Karte. Die Jungs haben sich nicht aus dem Konzept bringen lassen – und das ist aller Ehren wert. Sie haben die Aufgabe mit mannschaftlicher Geschlossenheit und Souveränität gelöst und unser Spiel durchgezogen. Das war ein riesiger Schritt in die richtige Richtung“, freute sich Trainer Jaron Siewert.

Der TUSEM fährt nun zum Auswärtsspiel nach Sachsen. Am Sonntag, den 22. September wartet in Dresden der HC Elbflorenz, Anwurf in der Ballsportarena ist um 17 Uhr.

TUSEM Essen – TV Hüttenberg 33:28 (17:14) TUSEM: Genz, Bliß; Beyer (7/3), J.Ellwanger, Urios (1), Akakpo (1), Szczesny (5), Ridder, Müller (3), Firnhaber (5), Klingler (3), Skroblien (5/3), Zechel (3). Hüttenberg: Plaue, Weber; Fuss (2), Sklenak, Belter, Lambrecht (1), Rompf (4), Zörb (1), Fernandes, Stegefelt (5/1), Mubenzem (5), Hübscher (1), Hahn, Zintel (8/1), Klein (1), Schreiber. Siebenmeter: 6/8 – 2/3. Strafminuten: 8 (Rot gegen Zechel, 37.) – 6. Schiedsrichter: L. Müller (Neubrandenburg)/R. Müller (Potsdam). Zuschauer: 1653.