Das Spiel des TuSEM Essen gegen den HSC 2000 Coburg war quasi eine Duplizität der Ereignisse. Eine Woche zuvor hatte der TuSEM beim TV Großwallstadt in der zweiten Halbzeit die Weichen auf Sieg gestellt. Nach einer umkämpften ersten Halbzeit setzte sich der TuSEM mit einem 7:0-Lauf ab und nahm zwei Punkte mit zurück ins Ruhrgebiet. Doch am vergangenen Freitag war es der Gegner, der in den zweiten 30 Minuten davonzog. Mit einem 14:16 gingen die Essener in die Pause, ein Ergebnis, welches für Durchgang zwei alle Möglichkeiten offen ließ. Doch Pustekuchen: die Oberfranken bestraften jeden Fehler des TuSEM gnadenlos und führten in der 45. Minute plötzlich mit neun Toren (16:25). Die Essener zeigten zwar große Moral, kämpften sich auf zwischenzeitlich vier Tore heran. Letztendlich war die Hypothek aber zu groß, sodass die andauernde Mini-Serie von drei Spielen ohne Niederlage riss. „Die erste Hälfte ist schnell analysiert, das war ein Spiel auf Augenhöhe, mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. Wir verschlafen den Start in die zweite Hälfte komplett, ab der 35. Minute stimmt bei uns die Körpersprache nicht. Am Ende war der Rückstand dann schlicht uneinholbar, auch wenn wir alles versucht haben“, so Rückraumspieler Alexander Schoss nach der Partie am DYN-Mikrofon.
Eulen wollen die Hinspielniederlage wettmachen – TuSEM will die „Zeit als Mannschaft nutzen“
Zwei Heimspiele stehen in dieser Saison für den TuSEM noch an, dazu gesellen sich drei Auftritte in der Fremde. Den Anfang macht die Begegnung beim ehemaligen Erstligisten aus Ludwigshafen, der keine allzu guten Erinnerungen an das Hinspiel haben dürfte. Beim 30:24 für den TuSEM im November 2023 reisten die Eulen krankheitsbedingt mit einem sehr kleinen Kader an. Auch Cheftrainer Johannes Wohlrab fehlte damals und musste aus der Ferne mitansehen, wie die Kraftreserven seines Teams immer mehr schwanden und der TuSEM einen letztendlich verdienten Heimsieg einfuhr. Ludwigshafen steht derzeit auf dem achten Tabellenplatz und setzte am vergangenen Spieltag ein Ausrufezeichen, als man den Aufstiegsanwärter aus Hamm in dessen Halle mit 38:35 schlug. Das Spiel der Eulen gegen den TuSEM ist für alle Fans derweil ein besonderes: Wegen einer Sonderaktion können Fans an den Abendkassen Tickets für einen Euro erwerben, sofern man rote Kleidung trägt. Ein Online-Vorverkauf gibt es nicht. Bei Interesse an einer vorherigen Kartenreservierung gibt es die Möglichkeit über die Geschäftsstelle diese zu tätigen. Schreibt einfach eine Mail mit der gewünschten Anzahl an Karten an info@tusemessen.de. Unter dem Motto „Alle in Rot“ erhoffen sich die Gastgeber eine stimmungsvolle Kulisse. TuSEM-Cheftrainer Michael Hegemann möchte naturgemäß den Spielverderber spielen und erklärt, was er sich zusammen mit seiner Mannschaft für die letzten fünf Partien vorgenommen hat: „Uns ist bewusst, dass wir in dieser Konstellation und bei den vielen Abgängen nur noch fünf Partien bestreiten werden. Wir wollen die Zeit als Mannschaft nochmal gut nutzen. Uns erwarten noch einige tolle Spiele, angefangen mit dem am Freitag. Personell sind wir weiter eingeschränkt, wollen daraus aber das Maximale herausholen.“ Der TuSEM freut sich über jeden Fan, der sich am Freitag auf den Weg macht, um die Jungs in Ludwigshafen zu unterstützen. Für Daheimgebliebene besteht die Chance, die Partie bei DYN zu verfolgen.
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