Einen letzten Schritt wollten die Essener machen, um den Klassenerhalt in der 2. Liga endgültig perfekt zu machen. Dafür sollte in der Pfalz am besten ein Sieg her, doch die Eulen aus Ludwigshafen empfingen den TUSEM mit viel Selbstvertrauen. Zuvor hatten sie den Aufstiegskandidaten Hamm auswärts besiegt und wollten nun natürlich die nächsten Punkte einfahren.
In der ersten Halbzeit war die Begegnung absolut ausgeglichen. Beide Mannschaften erlaubten sich einige Fehler, wussten aber auch mit guten Angriffen und leidenschaftlichen Defensiven zu überzeugen. Die hochgewachsene Abwehr der Gastgeber versuchten die Gäste immer wieder mit schnellen Angriffen zu überwinden, teilweise auch mit schnellen Beinen von Max Neuhaus. Der Rückraumspieler, der an alter Wirkungsstätte besonders motiviert schien, fand immer wieder Lücken und zeigte sich im Abschluss zielgenau. Der TUSEM erspielte sich eine knappe Führung und nutzte die Ungenauigkeiten der Hausherren aus.
Auf der anderen Seite waren die Essener von Beginn an wach und konnten einige Angriffsversuche der Eulen blocken. Und wenn mal nicht die Abwehr an den Ball kam, war immer noch Torhüter Lukas Diedrich zur Stelle. Der Schlussmann erwischte einen starken Tag, konnte insgesamt zehn Paraden verzeichnen. Allerdings erlaubte sich das Team von der Margarethenhöhe gegen Ende der ersten Halbzeit eine kleine Schwächephase, offenbarte dabei in der Abwehr plötzlich einige Lücken. Jannek Klein oder auch Tim Schaller stachen dort hinein und drehten das Spiel zugunsten der Gastgeber. Felix Klinglers Treffer mit der Halbzeitsirene brachte dem TUSEM immerhin noch den Ausgleich zum 15:15.
Die zweite Halbzeit begann mit hohem Tempo auf beiden Seiten. Es kam noch einmal etwas mehr Energie ins Spiel, was zunächst die Eulen für sich nutzen konnten und beim 23:22 (44.) wieder in Führung lagen. Ausgerechnet in dieser Phase mussten die Essener eine rote Karte einstecken, als Kapitän Jonas Ellwanger aus Sicht der Schiedsrichter zu hart in einen Zweikampf ging. Doch der erwartete Bruch kam nicht in die Partie – im Gegenteil.
Der TUSEM wirkte von nun an noch entschlossener und bewies Siegeswillen. In der Abwehr brannte nicht mehr allzu viel an und im Angriff lief es richtig gut. Schnelle Offensivaktionen konnten von den Eulen kaum gestoppt werden und die wuchtigen Abschlüsse von Max Neuhaus, Philipp Asmussen und Co. waren ebenfalls nicht zu halten. Spannend blieb es vor allem deshalb, weil die Pfälzer nicht aufgaben und dem TUSEM einen harten Kampf boten. Doch in der Schlussphase leisteten sich die Gastgeber den einen oder anderen Fehler zu viel, was die Gäste für sich nutzen konnten. Sie wirkten in den letzten Minuten frischer und cleverer, zogen somit entscheidend davon. Den Sieg ließ sich die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet nicht mehr nehmen.
„Ich bin extrem zufrieden, denn es war ein sehr reifes Spiel von uns. Wir haben das Spiel gut angenommen und es geschafft in den entscheidenden Phasen psychologische wichtige Nadelstiche zu setzen. Wenn du 37 Tore auswärts wirfst, dann ist das für uns ein richtig gutes Angriffsspiel. Jeder Spieler hat seinen Input gegeben und es war sicherlich eine der besten Angriffsleistungen von uns in diesem Jahr“, freute sich TUSEM-Trainer Michael Hegemann.
Für die Essener steht nun wieder ein Heimspiel an. Am kommenden Freitag (3. Mai) geht es in der Arena „Am Hallo“ gegen die HSG Nordhorn-Lingen. Anwurf ist um 19.30 Uhr.
Eulen Ludwigshafen – TUSEM Essen 32:37 (15:15). Eulen: Grupe, Urbic; Schaller (11/7), Raguse (2), Meyer-Siebert (2), Haider (1), Falk (5), Schwarzer (1), Straub (1), Trost (2), Loris, Klein (7). TUSEM: Fuchs, Diedrich; Ellwanger (2), Kämper, Wolfram (3), Wilhelm (1), Homscheid (6/3), Asmussen (7), Eißing, Szczesny (1), Klingler (6), Neuhaus (7), Kostuj (1), Mast, Werschkull (2), Schoss (1). Schiedsrichter: Hehn/Mayer (Pfullingen). Siebenmeter: 7/7 – 3/3. Strafminuten: 6 – 6 (Rot gegen Ellwanger 43.). Zuschauer: 2113.
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