Hüttenberg für TUSEM zu abgezockt

22.12.2021 | Spielbericht
Hüttenberg für TUSEM zu abgezockt
Der TUSEM Essen hat sein Auswärtsspiel am Abend beim TV Hüttenberg verloren. Am Ende musste sich die Mannschaft von Trainer Jamal Naji mit 29:33 (13:16) geschlagen geben und steht damit auf dem siebten Tabellenplatz der 2. Handball-Bundesliga.

Im Dezember noch ungeschlagen – mit diesem Selbstvertrauen trat der TUSEM die Reise nach Mittelhessen an und wollte die Serie dort ausbauen. Hüttenberg musste zuletzt zwei Niederlagen einstecken und gab nun alles, um diese vergessen zu machen. Motiviert begannen die Hausherren, die mit ihrer unorthodoxen 3:2:1-Abwehr durchaus für Probleme sorgten. Die Gäste versuchten es zunächst unter anderem mit Zuspielen zum Kreis und kam durchaus gefährlich vor das Tor.

Allerdings war das Angriffsspiel teilweise zu unsauber, immer wieder ließen sie sich beirren und erlaubten sich ungenaue Zuspiele. Die Gastgeber wussten diese Patzer zu nutzen und kamen durch schnelle Offensivaktionen zu einer ersten recht komfortablen Führung (8:5, 15.). Ian Weber war der Mann der ersten Halbzeit, der Rückraumspieler des TVH brach immer wieder durch und ließ den Torhütern keine Chance.

Für den TUSEM war es eine insgesamt recht holprige erste Halbzeit, in der er nicht so recht in einen Fluss kam. Immerhin kämpfte er sich wieder heran, unter anderem dank cleverer Steals von Felix Klingler. Es gab sogar die Möglichkeit die Partie zu drehen, weil sich die Hessen mal eine kurze Schwächephase erlaubten, aber dies gelang den Essenern nicht. Kurz vor der Pause gab es die Möglichkeit wieder auf einen Treffer zu verkürzen, doch der Angriff der Gäste wurde wegen einer „falschen Sperre“ abgepfiffen und so durfte der TVH noch einmal erfolgreich abschließen. Anstelle eines knappen 14:15-Rückstandes ging es also mit einem 13:16 in die Pause.

Die Mannschaft von der Margarethenhöhe war also gefordert und musste einen Gang zulegen, um die Begegnung mit dem direkten Konkurrenten im Aufstiegsrennen noch drehen zu können. Doch die ersten Minuten des zweiten Durchgangs gehörten klar den Hausherren. Hüttenberg rannte mit viel Schwung an und überrumpelte die TUSEM-Abwehr förmlich. Weber wurde dabei tatkräftig von Dominik Mappes unterstützt, der eine Mitspieler immer wieder gut in Szene setzte.

Die Essener scheiterten derweil zu oft am gegnerischen Keeper oder an sich selbst, wirkten teilweise etwas nervös und verkrampft. Somit konnten die Gastgeber davonziehen, plötzlich stand es 23:16 (45.) im Hüttenberger Sportzentrum.

Der TUSEM wehrte sich gegen die drohende Niederlage, vor allem in Person von Eloy Morante. Der Rückraumspieler bewies Durchsetzungsvermögen und zeigte Willen, kam daher auf zehn eigene Treffer. Und tatsächlich: der Rückstand wurde etwas geringer. Aber die Hoffnung währte nicht allzu lange, denn der TVH hatte immer wieder die richtige Antwort parat. Bei ihm schien fast alles zu laufen, während die Essener einen unglücklichen Abend erwischten. Letztendlich konnten sich die Hessen entscheidend absetzen und damit den Heimsieg in trockene Tücher bringen.

„Hüttenberg war zu abgezockt dieses Mal. Wir haben es 45 Minuten lang nicht ausreichend gut verteidigt und hatten eine zu hohe Anzahl an Fehlern, um dieses Spiel gewinnen zu können. Teilweise hatten wir dazu noch kein Glück bei mancher Schiedsrichter-Entscheidung und dann kommt leider so ein Ergebnis zustande. Am Anfang haben wir ihre unorthodoxe Abwehr noch ganz gut bespielt, aber uns phasenweise zu oft in den Zweikämpfen aufgerieben“, sagte TUSEM-Trainer Jamal Naji nach der Niederlage.

Für seine Mannschaft geht es schon am 2. Weihnachtsfeiertag (26.12.) weiter, dann kommt der HC Empor Rostock in die Arena „Am Hallo“ (Anwurf 17 Uhr).

Der TUSEM wünscht allen Fans, Sponsoren und Unterstützern ein schönes Weihnachtsfest!

TV Hüttenberg – TUSEM Essen 33:29 (16:13) Hüttenberg: Plause, Ruspeler; Schwarz (2), Kneer, Kirschner (3), Opitz, Theiss (5), Fujita, Weber (12/3), Rompf (1), Zörb, Reichl (2), Mappes (5), Klein (1), Jockel (1), Schreiber (1). TUSEM: Bliß, Diedrich; Ellwanger, Glatthard (1), Rozman (1), Dangers (4), Becher (4), Ignatow (2), Szczesny (2), Müller (1), Firnhaber, Seidel, Morante (10/4), Klingler (4). Siebenmeter: 3/4 - 4/6. Strafminuten: 12 – 8. Schiedsrichter: Dietz (Ohlsbach)/Biehler (Offenburg). Zuschauer: 440.

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