Spitzenspiel geht an Coburg

21.12.2019 | Spielbericht
Spitzenspiel geht an Coburg
Der TUSEM Essen hat das letzte Spiel in der Hinrunde der 2. Handball-Bundesliga verloren. Im Topspiel gegen den HSC Coburg unterlag die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert mit 25:29 (11:12).

Der Rahmen für dieses Spitzenspiel am letzten Hinrundenspieltag war nahezu perfekt: die Arena „Am Hallo“ war ausverkauft und beide Mannschaften mussten punkten, um sich im Aufstiegskampf eine gute Ausgangslage für die Rückrunde zu verschaffen. Und die 2578 Zuschauer sahen von Beginn an ein ordentliches Duell, das keines der beiden Teams so einfach herschenken wollte. Der TUSEM startete in der Abwehr stabiler als in den Vorwochen und machte es den Coburgern damit nicht einfach. Dennoch fanden sie ein Hindurchkommen und konnten sich eine erste Führung erspielen. Aber von Minute zu Minute fanden die Essener besser hinein in die Partie, was vor allem an einer beherzten Deckung lag. Zudem trauten sich die Jungs von Trainer Jaron Siewert auch im Angriff mehr zu, weshalb die Partie Mitte der ersten Halbzeit sehr ausgeglichen war. Mit der Unterstützung der Fans im Rücken agierte der TUSEM mutig und zielstrebig. Das Zusammenspiel von Abwehr und Torhüter funktionierte gut, Sebastian Bliß konnte einige Abschlüsse des Gegners entschärfen. So kamen die Hausherren Schritt für Schritt heran und konnten noch vor der Pause auf einen Treffer verkürzen (11:12). Dementsprechend war die Ausgangslage für den zweiten Durchgang recht offen. Und die ersten Minuten gehörten tatsächlich klar dem TUSEM. Schnelle und gut vollendete Angriffe sorgten dafür, dass sich das Ergebnis drehte und plötzlich die Essener in Front waren. Immer wieder wurde Tim Zechel am Kreis gut freigespielt, meist von Justin Müller. Zechel ließ sich die Chancen nicht nehmen und blieb vor dem ehemaligen Essener Jan Kulhanek eiskalt. HSC-Trainer Jan Gorr war in dieser Phase sichtlich unzufrieden mit dem Spiel seiner Männer und nahm daher eine Auszeit. Diese fruchtete, denn ab dann legte seine Mannschaft wieder einen Zahn zu. Und dass man den Tabellenführer zu keinem Zeitpunkt abschreiben darf, merkte der TUSEM recht schnell. Im Tor stand ein starker Konstantin Poltrum und in der Offensive war Torjäger Florian Billek nicht zu halten. Zudem durften die Rückraumspieler der Franken teilweise zu einfach auf das Tor werfen und treffen. Tobias Varvne zeigte dabei viel Kraft und Präzision. Der TUSEM wehrte sich jedoch gegen die Niederlage und suchte sein Heil in Offensivaktionen. Allerdings blieben gute Chancen auf der Strecke und wurden zu leichtfertig vergeben, weshalb die Franken letztendlich nicht mehr einzuholen waren. Am Ende stand ein 25:29 aus Sicht der Essener auf der Anzeigetafel. „In der ersten Halbzeit haben wir eine richtig starke Abwehr auf das Feld gestellt und Coburg fast nicht zu Chancen kommen lassen, sie waren fast ideenlos. In der zweiten Halbzeit ist Coburg dann allerdings sehr abgezockt, eigentlich das, was wir uns zu Saisonbeginn angeeignet hatten. Es ist schwierig zu erklären, warum wir dann in der zweiten Halbzeit einen Knick bekommen. Wir haben schnell Gegentore bekommen und hätten darauf besser antworten müssen. Diese Niederlage ist sehr ärgerlich, weil wir einen Riesen-Schritt hätten machen können, um in der Tabelle oben drin zu bleiben“, sagte TUSEM-Torwart Sebastian Bliß abschließend. Nun liegt der Fokus auf dem kommenden Spiel, dem ersten der Rückrunde. Am 2. Weihnachtsfeiertag ist Erstliga-Absteiger VfL Gummersbach in der Arena „Am Hallo“ zu Gast, Anwurf ist um 17 Uhr.

TUSEM Essen – HSC Coburg 25:29 (11:12) TUSEM: Genz, Bliß; Beyer (1/1), J.Ellwanger (3), Urios (2), Akakpo (2), Szczesny (2), Ridder (1), Müller (1), Firnhaber (2), Seidel, Klingler, Kluth, Skroblien (5/2), Zechel (6). Coburg: Kulhanek, Poltrum; Jäger (1), Wucherpfennig, Spross, Weber, Billek (8/3), Timm (3), Knauer (2), Zetterman (4), Varvne (7), Zeman, Schröder (2), Neuhold (2). Siebenmeter: 3/5 – 3/3. Strafminuten: 8 – 6. Schiedsrichter: Kern (Bellheim) / Kuschel (Karlsruhe). Zuschauer: 2578 (ausverkauft).

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