Eine anstrengende Woche mit weiten Auswärtsfahrten liegt hinter dem TUSEM – allerdings auch eine erfolgreiche. In Potsdam und im Pokal beim HC Oppenweiler/Backnang gab es Siege zu bejubeln, was die Essener natürlich nun in Dresden auch vorhatten. Aber die Sachsen sind eine durchaus ambitionierte Mannschaft und wollten sich in eigener Halle nicht schlagen lassen. Vor allem die Abwehr der Gastgeber stand in der ersten Halbzeit sehr gut, weshalb die Gäste einige Probleme hatte zu leichten Torerfolgen zu kommen. Vor allem Max Neuhaus wurde öfter in die Zange genommen. Auf der anderen Seite versuchte der HC Elbflorenz immer wieder schnell umzuschalten und war damit zum Beispiel in Person von Lukas Wucherpfennig gefährlich.
Der TUSEM fand zunächst nicht so recht in sein Abwehrspiel und musste Dresden hinterherlaufen. Zudem kamen die Hausherren zu oft über das Zentrum zum Abschluss, unter anderem durch Kreisläufer Jonas Thümmler. Die Essener kämpften sich aber immer besser in die Partie, Lukas Diedrich war mit Paraden zur Stelle und vorne ergaben sich nun mehr Möglichkeiten. Die Chance, das Spiel noch in der ersten Halbzeit zu drehen, war da. Allerdings haderte der TUSEM an diesem Abend mit seiner Chancenverwertung und musste letztendlich doch mit einem knappen Rückstand von 13:15 in die Kabine.
In der zweiten Halbzeit bekamen die Gäste das Zentrum besser in den Griff und wirkten generell etwas stabiler. Zwar versuchte Dresden den TUSEM auf Abstand zu halten und konnte sich phasenweise auf vier Tore absetzen (22:18, 42.), doch das Team von der Margarethenhöhe biss sich am Gegner fest und ließ nicht locker.
Die Abwehr stand zeitweise so gut, dass sich der HC Elbflorenz zu leichten Abspielfehlern hinreißen ließ. Diese Schwächephase nutzten die Essener durch einen weiteren Treffer von Christian Wilhelm zum zwischenzeitlichen Ausgleich (24:24, 56.), der die spannenden Schlusssekunden einläutete. Allerdings war es ausgerechnet die Schlussphase, in der der TUSEM wichtige Torchancen liegenließ. So vergab er zwei Siebenmeter und scheiterte zu oft am eingewechselten Torhüter Max Mohs. Dieser sollte letztendlich großen Anteil am Dresdner Sieg haben, den Ivar Stavast mit einem Knaller unter die Latte besiegelte.
„Wir sind natürlich riesig enttäuscht. Trotzdem muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen, denn sie hat das Spiel bis zur 58. Minute offengehalten und es gab immer noch die Möglichkeit etwas Zählbares mitzunehmen. Was wir uns aber vorwerfen lassen müssen: wir hätten selbst in Führung gehen müssen. Da haben wir Gegenstöße und auch Siebenmeter liegenlassen. Wir hatten die Chance den Punch zu setzen, haben es aber nicht getan. Ich glaube trotzdem, dass wir in unserer Entwicklung wieder einen Schritt nach vorne gemacht haben“, sagte TUSEM-Trainer Michael Hegemann nach der Niederlage.
Nach drei weiten Auswärtsfahrten geht es nun wieder in einem Heimspiel um Punkte. Am kommenden Freitag (29. September) ist der TuS N.-Lübbecke in der Arena „Am Hallo“ zu Gast. Anwurf ist dieses Mal um 20.30 Uhr.
HC Elbflorenz Dresden – TUSEM Essen 26:24 (15:13). Dresden: Mallwitz, Noack, Mohs; Wucherpfennig (6/2), Niestroj, Dierberg (3), Dumcius (3), Kretschmer (5), Aktas, Stavast (5), Gress, Klepp, Dobler (1), Dutschke (1), Thümmler (2), Possehl. TUSEM: Fuchs, Diedrich; Wolfram (1), Wilhelm (7), Homscheid (2/1), Asmussen, Eißing (4), Szczesny (3), Seidel, Klingler (1), Neuhaus (1), Rose (2), Mast (3), Werschkull, Schoss. Schiedsrichter: Hehn/Mayer (Pfullingen). Siebenmeter: 2/2 – 1/3. Strafminuten: 4 – 4. Zuschauer: 1136.
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